KOMMENTAR

Meta Quest Pro? Nein danke, ich warte auf Meta Quest Plus

Meta Quest Pro? Nein danke, ich warte auf Meta Quest Plus

Meta Quest Pro ist zu teuer für das, was sie bietet. Meta Quest 3 wird zu günstig für das, was ich mir erhoffe. Die Lösung? Meta Quest Plus.

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Meta Quest Pro kostet stolze 1.800 EUR. Dafür kann man sich vier (!) Meta Quest 2 kaufen.

Wer annimmt, dass das Premium-Headset deswegen viermal so gut ist, täuscht sich: Quest Pro ist kleiner und bequemer, hat ein schärferes und kontrastreicheres Bild sowie neue Hardware-Features wie Farbdurchsicht und Blick- und Gesichtstracking, die in der Praxis jedoch kaum zur Geltung kommen oder von VR-Apps unterstützt werden.

Gamer:innen bringt Meta Quest Pro nur ein kleines Upgrade beim Komfort und der Bildqualität. Doch selbst Unternehmen und Profis dürften sich fragen, ob sich eine Anschaffung zu diesem Preis lohnt. Ob das Gerät in der ersten Iteration wirklich den erhofften Produktivitätsschub bringt, darf bezweifelt werden, da in den meisten Fällen schlicht die dafür notwendige Software fehlt.

Entsprechend kritisch in dieser Hinsicht fallen Tests der Meta Quest Pro aus.

2023 kommen aufregende, neue Headsets

Ich passe jedenfalls, weil Meta Quest Pro zu diesem Preis schlicht nichts für mich ist. Ich investiere lieber in eine Playstation 5 und Playstation VR 2, die zusammen fast halb so viel kosten wie Meta Quest Pro und VR-Gaming viel eher auf die nächste Stufe heben.

Meta Quest 2 bleibt derweil mein Headset der Wahl für kurze VR-Sessions und VR-Fitness. Ich denke, die Geräte werden in meinem Haushalt gut koexistieren.

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Playstation VR 2 und Sense-Controller vor grauem Hintergrund.

Die im Februar 2023 erscheinende Playstation VR 2 ist für VR-Gaming ausgelegt und wird in diesem unterbedienten Markt neue Maßstäbe setzen. | Bild: Sony

Neben Playstation VR 2 erscheint nächstes Jahr auch noch Meta Quest 3, die im gleichen Preissegment angesiedelt sein wird wie Meta Quest 2, so viel hat Mark Zuckerberg bestätigt. Über die Technik ist nichts bekannt, zumindest aus offiziellen Quellen.

Geleakten Bauplänen der Quest 3 zufolge wird der Schwerpunkt auf Mixed Reality legen, ähnlich wie bei Meta Quest Pro. Dessen Pancake-Linsen könnten Eingang in die Meta Quest 3 sowie ein brandneuer SoC, der den Chip der Meta Quest Pro weit hinter sich lassen dürfte.

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Ein klaffendes Loch in Metas VR-Produktlinien

Natürlich wird Meta mit Meta Quest 3 technische Kompromisse eingehen müssen. Zu diesem Preis geht das gar nicht anders. Im Falle der Meta Quest 2 hat Meta rückblickend die richtigen Entscheidungen getroffen und ich hoffe, dass das bei Meta Quest 3 ebenfalls gelingt. Dennoch ist mit Abstrichen beim Tragekomfort und der Display-Qualität zu rechnen.

Falls dem tatsächlich so ist, wäre ich bereit, mehr auszugeben: für eine aufgerüstete Meta Quest 3, die ich in diesem Kontext Meta Quest Plus nennen möchte.

Zwei CAD-Baupläne zeigen Meta Quest 3 von vorne und seitlich gedreht.

Geleakte Baupläne eines mutmaßlichen Prototyps der Meta Quest 3. | Bild: SadlyitsBradley

Zwischen 450 EUR für Meta Quest 2 und 1.800 EUR für Meta Quest Pro klafft ein gewaltiges Loch und es wäre klug von Meta, dieses mit einer dritten Produktkategorie zu füllen: für VR-Begeisterte, die Wert auf einen größeren Komfort und bessere Bildqualität legen, ohne gleich viermal so viel bezahlen zu müssen.

Meta Quest Plus könnte 2024 folgen

Ein schmaleres und besser ausbalanciertes Headset mit hochwertigeren Displays und eventuell Blickverfolgung: Dafür würde ich 700 bis 800 EUR zahlen. Der Chip kann von mir aus der Gleiche bleiben. Für ein weiteres, signifikantes Upgrade könnten sich Enthusiast:innen die separat verkauften Quest Pro Touch Controller holen. Insgesamt rückte eine Meta Quest Plus damit näher an Quest Pro als Quest 3.

Einer im Mai 2022 geleakten Roadmap zufolge plant Meta für 2024 mit gleich zwei neuen Headsets: Meta Quest Pro 2 (Codename: Funston) und ein Gerät für Verbraucher (Codename: Cardiff). Falls 2023 die Quest 3 erscheint, könnte im darauffolgenden Jahr Meta Quest Plus folgen? Dahin geht meine Hoffnung.

Natürlich kann alles auch ganz anders kommen. Zeitpläne ändern sich und Produkte werden aufgegeben, gerade in für Meta stürmischen Zeiten wie diesen. Dennoch sehe ich eine Lücke für eine Produktlinie, die zwischen Budget und High End angesiedelt ist, die eine Quest Plus füllen könnte.

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