Quest Touch Pro Controller: Diese neuen Features bringen sie

Quest Touch Pro Controller: Diese neuen Features bringen sie

Die Touch Pro Controller gibt es im Paket mit Meta Quest Pro oder separat als Upgrade für Meta Quest 2. Welche technischen Neuerungen bieten sie?

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Meta bezeichnet die neuen Eingabegeräte als „großes Upgrade“ gegenüber den Touch-Controllern der Meta Quest 2.

Gehen wir die Spezifikationen der Reihe nach durch.

Ein integrierter Akku

Die Geräte wiegen jeweils 153 Gramm und haben anders als die Touch Controller der Meta Quest 2 einen wiederaufladbaren Akku integriert.

Anstatt die Batterien zu wechseln, kann man die Eingabegeräte ganz einfach mit der mitgelieferten Ladestation laden. Ebenfalls im Lieferumfang der Meta Quest Pro enthalten ist ein Ladekabel speziell für die Controller. Erwerbt ihr die Touch Pro Controller separat, liegt eine Mini-Ladestation bei. Ein Bild findet ihr weiter unten.

Meta Quest Pro mit Blick auf das Innere der Linsen, rechts und links die neuen Controller.

Die Touch Pro Controller kommen ohne Trackingringe und mit abgeschrägter Daumenauflage. | Bild: Meta

Die Eingabegeräte halten Meta zufolge bis zu acht Stunden durch, abhängig davon, wie intensiv man die Controller nutzt und mit welchen VR-Apps. Twitter-Aussagen von John Carmack und Andrew Bosworth legen eine Batterielaufzeit von mindestens 4 Stunden nahe.

VR-Controller mit eigenem 3D-Tracking

Die größte Neuerung der Touch Pro Controller ist, dass sie sich mithilfe dreier integrierter Kameras pro Gerät eigenständig tracken. Für die Datenverarbeitung sorgt jeweils ein Snapdragon-662-Chip. Dessen CPU ist laut Meta bis zu 80 Prozent so schnell wie eine Meta Quest 1. Durch das eigenständige Tracking wird zudem das Headset entlastet.

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Dass sich die Eingabegeräte selbst im Raum verorten können, hat drei Vorteile: Zum einen werden die Controller auch dann räumlich erfasst, wenn sie keinen Sichtkontakt zu den Sensoren im Headset haben, also beispielsweise hinter dem Rücken oder unter einem Tisch.

Meta Quest Touch Pro Controller, eng aneinander.

Auf diesem Bild sind eine der drei Kameras und die Ladekontakte zu erkennen. | Bild: Meta

Zum anderen brauchen sie keine Trackingringe, was in einem besseren Formfaktor resultiert. Sie können zudem näher zusammengeführt werden, ohne sich in die Quere zu kommen. Dies könnte neue Interaktionen ermöglichen, da Entwickelnde keinen räumlichen Abstand zwischen den Controllern mehr berücksichtigen müssen.

Ein dritter Vorteil selbsttrackender Controller besteht darin, dass es in Zukunft möglich sein wird, Controller- und Handtracking gleichzeitig zu nutzen.

Mehr und leistungsfähigere Haptik-Einheiten

Ein weiteres Upgrade ist das neue haptische System, das Meta TruTouch Haptics nennt.

Während frühere Touch-Controller lediglich eine einzelne haptische LRA-Einheit (Linear Resonant Actuator) pro Controller integriert haben, bieten die Touch Pro Controller eine LRA-Einheit für den Trigger, eine zweite LRA-Einheit für die Daumenauflage und eine VCM-Einheit (Voice Coil Motor) für den Griff, also insgesamt drei haptische Einheiten pro Controller.

Quest Touch Pro Controllers mit Grafik, die auf die haptischen Einheiten hinweisen.

Die drei haptischen Einheiten der Touch Pro Controller. | Bild: Meta

Die beiden LRA-Einheiten simulieren Haptik an festgelegten Stellen, während die VCM-Einheit laut Meta die „komplexesten und realistischsten Haptik-Effekte“ aller bisherigen Touch-Controller ermöglichen soll.

Neue Sensoren, neue Interaktionen

Die Triggertaste hat zusätzlich zur dedizierten Haptik-Einheit einen neuen Sensor erhalten, der eine Beugung oder Gleitbewegung des Zeigefingers erfasst.

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Der Touch Pro Controller kann zum einen erkennen, wie gebeugt der Finger ist, bevor er den Trigger beharrt. Zum anderen kann er einachsige, gleitende Bewegung erfassen. Das folgende Video veranschaulicht dies.

 

Die Daumenauflage der Touch Pro Controller ist leicht abgeschrägt und hat wie der Trigger einen zusätzlichen Sensor spendiert bekommen: Ein Drucksensor, der eine Krafteinwirkung von bis zu 6 Newton messen kann.

In Kombination mit dem Sensor der Triggertaste ermöglicht das Eingabegerät eine natürliche und intuitive Pinch-/Kneif-Interaktion durch gezieltes Zusammenführen von Daumen und Zeigefinger. Eine zweite Interaktion wird durch festes Pressen der Daumenauflage erreicht, wodurch zusätzlich Druck auf ein virtuelles Objekt ausgeübt werden kann, etwa um es zusammenzudrücken oder zu zerbrechen.

Entwickelnde werden über eine Schnittstelle unterschiedliche Grade der Pinch- und Druckbewegung für ihre Apps nutzen können.

Touch Pro Controller als VR-Stift nutzen

Die Handgelenksschlaufen der Touch Pro Controller lassen sich entfernen und durch Stylus-artige Stiftspitzen aus Gummi ersetzen. Durch Umdrehen der Eingabegeräte kann man die Controller wie einen Stift nutzen, für das Anfertigen von Skizzen oder das Schreiben auf einem virtuellen Whiteboard.

Der Inhalt des separaten Quest Pro Controllers Pakets.

Der Lieferumfang des separaten Controller-Pakets. Die Stylus-Stiftspitzen sind offenbar nicht enthalten. | Bild: Meta

Ein am Ende der Griffe integrierter Drucksensor erfasst, wie stark man gegen eine physische Oberfläche oder Unterlage drückt und erfasst dabei eine Krafteinwirkung von bis zu 2 Newton. Mit dem Eingabegerät soll man auf diese Weise physisch Objekte in 3D nachzeichnen können.

Die Touch Pro Controller kommen noch 2022 separat in den Handel und werden dadurch zu einem potenziellen Controller-Upgrade für Meta Quest 2. Der Preis für ein Paar liegt bei 299 US-Dollar.

Im Anschluss an die Vorstellung der Meta Quest Pro und Touch Pro Controller veröffentlichte Meta eine Developer Session, in der das Unternehmen die technischen Neuerungen der Eingabegeräte im Detail beleuchtet. Im folgenden Youtube-Video könnt ihr euch den betreffenden Ausschnitt anschauen.

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