Update

Lenovo kündigt die neue AR-Brille offiziell an und stellt die Produkt-Webseite ins Netz. Die technischen Spezifikationen sind wie unten beschrieben. Außerdem veröffentlicht Lenovo einen ersten Trailer, der die Funktion für Digital-Displays visualisiert.

Ursprünglicher Artikel vom 09.01.2021:

Mit der AR-Brille A3 macht Lenovo der chinesischen Firma Nreal Konkurrenz, richtet sich aber stärker an die Industrie. Dank einer Zusatzkamera für die Videoübertragung eignet sich die A3-Brille auch für die Fernwartung.

Mitte Dezember 2020 tauchten erstmals Bilder einer neuen AR-Brille von Lenovo auf, die das Unternehmen im Rahmen der CES 2021 vorstellen wird. Im Vorfeld der offiziellen Enthüllung leakten jetzt weitere Informationen und Bilder an verschiedenen Stellen im Internet.

So positioniert Lenovo die A3-Brille unter anderem als Büro-Hilfe für digitale Monitore, die konventionelle Bildschirme ersetzen oder erweitern kann. Bis zu fünf Digital-Displays kann der A3-Brillenträger im Raum anzeigen und anordnen.

Über die digitalen Monitore hinaus kann die A3-Brille laut Lenovo auch für die Fernwartung und die 3D-Visualisierung eingesetzt werden. Für die Videoübertragung ist eine RGB-Kamera mit acht Megapixeln verbaut.

Lenovo verspricht, dass A3 “Arbeitsprozesse auf allen Ebenen transformieren wird”. Sie ist Teil von Lenovos XR-Softwareplattform Thinkreality. Im folgenden Video wird das A6-Modell gezeigt, das wie Microsofts Hololens autark funktioniert (siehe unten).

Brillenkonkurrenz für Nreal

Der Aufbau der A3-Brille ist dem der Nreal Light (Test) sehr ähnlich: Die beiden im Gehäuse eingelassenen Weitwinkel-Kameras übernehmen das Tracking, sodass digitale Objekte einer festen Position im Raum zugeordnet werden können und dort dauerhaft verbleiben. Zumindest bei der Nreal-Brille funktioniert das ordentlich und reicht für die fixe Zuordnung digitaler Monitore an eine Position allemal.

Ob Lenovo das ähnlich gut gelingt, müssen Tests zeigen – das Unternehmen hat allerdings nach ersten Versuchen mit Googles Tango AR-Smartphones und Daydream VR-Brillen (Test), Windows Mixed Reality und der A6-AR-Brille reichlich Erfahrungen beim XR-Tracking sammeln können. Die A6-Brille hatte bei einem Vorabtest allerdings noch Mängel beim Tracking, überzeugte jedoch mit guten Displays.

Apropos Displays: Die sind laut Lenovo Stereoskopie-tauglich und lösen, wie bei der A6-Brille, mit jeweils 1080p pro Auge auf. Welche Displaytechnik genau zum Einsatz kommt, ist noch nicht bekannt.

Die beiden Weitwinkel-Kameras außen übernehmen das Raumtracking, mittig ist eine RGB-Kamera für die Videoübertragung integriert. | Bild: Lenovo

Die beiden Weitwinkel-Kameras außen übernehmen das Raumtracking, mittig ist eine RGB-Kamera für die Videoübertragung integriert. | Bild: Lenovo

Lenovos nächstes XR-Experiment

Die A3-Brille kommt in zwei Varianten: Die “PC Edition” wird mit dem PC verbunden, für die “Industry Edition” reicht ein Motorola-Smartphone mit mindestens einem Snapdragon-800-Prozessor und Displayport-Funktion. Verbindungsart ist USB-C, in der Brille direkt rechnet Qualcomms XR1-Chip.

Das Gewicht der A3 liegt bei 130 Gramm (Nreal: 85 Gramm), für den industriellen Einsatz kann die Brille mit einem verstärkten Gehäuse ausgestattet werden, das Sicherheitsbestimmungen erfüllt. Der Einsatz in Krankenhäusern, Fabriken, Labors und ähnlichen Umgebungen soll dank entsprechender Zertifizierungen möglich sein.

Erscheinen soll Lenovos neue AR-Brille Mitte 2021, der Preis ist noch nicht bekannt.

Bilder: Lenovo

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