Lenovos Mirage VR S3 ist eine autarke Videobrille für Unternehmen, die im dritten Quartal 2020 auf den Markt kommt.

Das Gerät löst mit vergleichsweise hohen 1.920 mal 2.160 Bildpunkten pro Auge auf bei einer Bildwiederholrate von 75 Hertz. Das Display wird vom gleichen Chip befeuert, der in der Oculus Quest werkelt: dem Snapdragon 835. Das Sichtfeld beträgt laut Hersteller 101 Grad.

Die Mirage-Brille erfasst wie Oculus Go lediglich Drehungen des Kopfes, Raumtracking à la Oculus Quest liegt technisch nicht drin. Das Gleiche gilt für den beigelegten Handcontroller.

Das Gerät wiegt 475 Gramm und kann über einer Brille getragen werden. Es hat 64 Gigabyte internen Speicher, unterstützt Wi-Fi 5 und Bluetooth 5.0. Die Lautsprecher sind eingebaut, alternativ kann man eigene Kopfhörer anschließen. Die Batterie soll mehr als drei Stunden durchhalten.

Günstige Videobrille für Unternehmen

Die Mirage VR S3 richtet sich an Geschäftskunden. Lenovo nennt als B2B-Anwendungsszenarien Bildung, Schulung, Therapien und Werbung. Die Inhalte dürften sich wegen des fehlenden Raumtrackings auf 360-Grad-Videos beschränken. Die Brille hat ein Gesichtspolster, das sich leicht abnehmen und reinigen lässt

Die Videobrille wurde zusammen mit Pico entwickelt und soll vermutlich die Budget-Lücke füllen, die Oculus Go im B2B-Bereich hinterließ, nachdem Facebook sie aus seinem Oculus for Business-Programm entfernt hat. Aktuell wird nur noch Oculus Quest als B2B-Gerät angeboten – und kostet 1.000 US-Dollar. Mirage VR S3 soll hingegen in Nordamerika weniger als 450 US-Dollar kosten.

Mirage VR S3 unterstützt Lenovos ThinkReality-Plattform, die alle wichtigen Verwaltungswerkzeuge für Unternehmen enthält und die für den VR-Schulunterrricht optimierte Classroom2-Software. Im Preis ist außerdem das offizielle Lenovo-Supportpaket enthalten.

Die Lenovo Mirage VR S3 erscheint im dritten Quartal in Nordamerika, China, Japan, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Spanien. Mehr Informationen gibt es auf der offiziellen Internetseite.

Titelbild und Quelle: Pressemitteilung

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