Nvidia verknappt RTX-Grafikkarten künstlich, sagt ein Leaker

Nvidia verknappt RTX-Grafikkarten künstlich, sagt ein Leaker

Nvidia stoppt angeblich die Produktion von Ampere-Grafikkarten. Hält das Unternehmen so die Grafikkartenpreise künstlich hoch?

Mit Werbeeinnahmen bezahlen wir unsere Redakteur:innen.
Mit einem MIXED-Abo kannst Du unsere Seite werbefrei lesen.

Vor etwas mehr als einem Jahr kündigte Nvidia die neue RTX-30-Serie an. Die Karten überraschten mit niedrigen Preisen und hoher Leistung. Die Preis-Leistungs-Karte RTX 3070 (Tests) sollte 499 Euro kosten.

Heute kostet sie knapp 1.000 Euro.

Der Crypto-Boom, ein quergestelltes Schiff, Fertigungsprobleme und Corona halfen der Preisgestaltung aus Konsumentensicht nicht. Doch der YouTuber Tom vom Kanal „Moore’s Law Is Dead“ sagte bereits kurz nach der Vorstellung der Ampere-Karten höhere Preise voraus, als sie Nvidia ankündigte.

Dabei berief sich Tom auf die Aussage einer seiner Quellen, dass Nvidia zum Launch bewusst nur wenige eigene Karten verfügbar haben werde. Die Kombination aus hervorragenden Tests, niedrigen Preisen und geringer Verfügbarkeit werde die Preise für den Launch der Modelle von Drittanbietern hochtreiben.

Nvidia stoppt angeblich RTX-30-Produktion

Toms Vorhersage traf ein und wurde noch übertroffen. Weltweite Chip-Engpässe führten zu langfristig hohen Preisen.

Eine Erholung der Preise ist nur langsam in Sicht: Jüngst kam etwa AMDs RX 6600 Grafikkarte auf den Markt und war verhältnismäßig lange zu Preisen nahe der Preisempfehlung erhältlich. Mittlerweile liegt sie jedoch knapp 200 Euro über dem UVP. Die Gaming-Karte ist mit AMDs RX 6600 XT als Konkurrenz zu Nvidias RTX 3060 (Tests) und RTX 3060 Ti (Tests) aufgestellt.

Mit Werbeeinnahmen bezahlen wir unsere Redakteur:innen.
Mit einem MIXED-Abo kannst Du unsere Seite werbefrei lesen.

Eine RTX 3060 kostet jedoch noch einmal 150 Euro mehr als eine RX 6600 und Nvidias Spitzenmodelle RTX 3080 Ti (Tests) und RTX 3090 (Tests) kosten gar zwischen 1.800 und 2.800 Euro.

Wer auf Verbesserung der Preissituation bei Nvidia im Winter hofft, muss seine Träume möglicherweise beerdigen. In einem aktuellen Video legt Tom neue Informationen seiner Quellen zu Nvidias Plänen dar: Der Grafikkartenhersteller wird die Produktion der RTX-30-GPUs angeblich aussetzen.

logo
  • checkMIXED.de ohne Werbebanner
  • checkZugriff auf mehr als 9.000 Artikel
  • checkKündigung jederzeit online möglich
ab 2,80 € / Monat

Nvidia RTX-Produktionsstopp: Mehrere Quellen bestätigen Gerüchte

Mehrere Quellen bestätigen gegenüber Tom, dass Nvidia in diesem Quartal weniger Grafikkarten liefern wird. „Nvidia reduziert in dieser Urlaubssaison absichtlich die Lieferungen, um die Preise hochzuhalten“, sagt eine von Toms Quellen.

„Nvidia hat uns darauf hingewiesen, dass wir diese Urlaubssaison weniger Ampere-Lieferungen erwarten sollen als noch im Sommer – das ist definitiv ungewöhnlich“, bestätigt eine weitere Quelle.

„MLID kann bestätigen, dass Nvidia die Ampere-Lieferungen im nächsten Quartal trotz der anhaltenden Rekordnachfrage von Spielern reduziert – und das nicht nur wegen logistischer Probleme. Mehrere MLID-Quellen sagen, dass Nvidia buchstäblich plant, die Produktion von Ampere vorübergehend einzustellen“, erklärt Tom.

Nvidias GPU-Strategie: Höhere UVPs und Intels Einstieg als Motivation?

Eine mögliche Motivation für Nvidias GPU-Strategie könnte laut einer Quelle ein geplanter Launch einer Super-Variante im nächsten Quartal sein. Hohe Preise bei aktuellen Modellen erlaubten einen höheren Preis für die neuen Modelle und damit auch gute Quartalsergebnisse im nächsten Jahr. Nvidia soll außerdem weitere Mittelklasse-Karten für die erste Hälfte des nächsten Jahres planen. Möglicherweise handele es sich um Ampere-Rebrands.

Laut Tom planen Nvidia und AMD außerdem höhere Preise für die nächste Grafikkartengeneration. Eine RTX 4090 mit einem UVP von 2000 US-Dollar werde sich allerdings nur dann zahlreich verkaufen, wenn die RTX 3090 Anfang nächsten Jahres weiterhin über dem UVP von 1.499 US-Dollar liege.

Nvidia soll außerdem Grafikkartenhersteller dazu drängen, die besten Kühler und Markennamen ausschließlich für Nvidia-GPUs zu nutzen. Laut Tom ziehen die Hersteller Vergleiche zum als wettbewerbsfeindlich bezeichneten und 2018 eingestellten GeForce Partner Programm.

Ziel dieser Verdrängungsmaßnahmen seitens Nvidia sei jedoch diesmal Intel statt AMD. Der Chip-Gigant plant für 2022 die erste eigene Grafikkarte „Intel Arc“, die womöglich Nvidia RTX 3070 Konkurrenz machen könnte und die mit XeSS eine DLSS-Alternative bietet.

Weiterlesen über Virtual Reality:

Quelle: Mooreslawisdead.com