logoUPDATE

Facebook & Ray-Ban: Datenbrille könnte bald erscheinen

Facebook & Ray-Ban: Datenbrille könnte bald erscheinen
logoUPDATE

09.09.2021 / 19:30 Uhr

Facebook hat die Datenbrille offiziell vorgestellt. Der Verkauf startet ab sofort. Alle Infos zu Ray-Ban Stories findet ihr hinter dem Link.

09.09.2021 / 11:00 Uhr

Erste Bilder von Facebooks Datenbrille sind geleakt.

07.09.2021 / 21:25 Uhr

Die Annahme, dass es sich bei Bosworths Filmaufnahmen um Kamera-Demos von Facebooks erster Datenbrille handelt, scheint berechtigt: Mittlerweile ist auf Ray-Bans Webseite eine Teaser-Seite für das Gerät online gegangen. Das Brillenmotiv trägt das Datum 09.09.2021 und auf der Seite kann man sich für eine Benachrichtigung eintragen.

Sehr wahrscheinlich wird Facebooks erste Datenbrille also schon am kommenden Donnerstag enthüllt und nicht erst zur Facebook Connect Ende Oktober. Womöglich starten auch direkt die Vorbestellungen.

Bosworth veröffentlichte derweil weitere Filmaufnahmen mit der Brille bei Twitter. Hier geht es zur Teaser-Seite von Ray-Ban und Facebook.

In den nächsten Monaten bringt Facebook seine erste schlanke Datenbrille unter dem Ray-Ban-Banner auf den Markt. Wahrscheinlich ist eine Kamera verbaut.

Im letzten Herbst kündigte Facebook die erste Datenbrille für alle an: Der Konzern fertigt sie gemeinsam mit dem Optik-Unternehmen EssilorLuxottica, sie erscheint unter der Ray-Ban-Marke, und beim Formfaktor soll sie an eine herkömmliche Sonnenbrille erinnern.

Bislang war nur bekannt, was die Datenbrille nicht können wird: Sie wird kein Display verbaut haben, auf dem sie digitale Hinweise ins Sichtfeld einblendet. Ansonsten schwieg sich Facebook zu den Funktionen aus – bislang.

Ist Facebooks erste Datenbrille Snap Spectacles in der Facebook-Version?

Jetzt deutet Facebooks XR-Chef Andrew Bosworth bei Twitter an, dass die Datenbrille mit einer integrierten Kamera kommt: Er zeigt einige Videoausschnitte, die aus der Ich-Perspektive gefilmt sind und deren Kameraführung seiner Kopfbewegung folgt. Dazu postet er ein Sonnenbrillen-Smiley.

Wenn sich Facebook für eine Kamerabrille entscheidet, ist noch die Frage interessant, ob ein oder zwei Linsen verbaut sind. Mit zwei Linsen wäre eine stereoskopische Perspektive möglich und damit 3D-Aufnahmen, die etwa eine anschließende Erweiterung der Aufnahmen mit AR-Effekten vereinfachen würden.

Facebook-Konkurrent Snap wandte dieses Prinzip bei den ersten eigenen Kamerabrillen an, allerdings floppten die Spectacles nach viel Vorab-Hype am Markt. Derzeit versucht es Snap mit einer richtigen AR-Brille für Entwickler:innen, die aber deutlich klobiger ist, als das, was Facebook auf den Markt bringen will.

Tech-Brille für alle: Facebook verspricht tolles Design und eine „Bonusfunktion“

Bosworth versprach im Mai ein tolles, alltagstaugliches Brillen-Design, „vertraute Funktionen“, die noch niemand in einem Paket zusammengeführt habe und „eine Bonusfunktion“. Möglich, dass es sich bei der Bonusfunktion um die oben demonstrierte Kamera handelt.

Wenn Facebook eine Datenbrille mit Kamera auf den Markt bringt, wird es zwangsläufig eine Diskussion um Datenschutz und Privatsphäre geben. Die gab es schon bei Google Glass und Snap, bei Facebook dürfte die Debatte aus guten Gründen ungleich intensiver geführt werden.

Insbesondere dann, falls Facebook über die Kamera Gesichtserkennung anbietet: Die notwendigen Algorithmen, um Menschen anhand ihres Gesichts bei Instagram oder Facebook wiederzufinden, wenn man sie mit der Brille auf der Nase anschaut und scannt, hat der Konzern am Start.

Facebook muss bei Datenbrillen Datenschutz-Debatten unbedingt vermeiden

Bosworth sprach bereits in einer internen Sitzung bei Facebook über das Potenzial von Gesichtserkennung, wies allerdings auch auf eine rechtlich unklare Lage hin und kündigte öffentlich an, dass Facebook eine „sehr offene Diskussion“ zur Technologie führen wolle.

Zumindest bei der ersten Tech-Datenbrille wird Facebook Kontroversen um Privatsphäre und Datenschutz wohl mit aller Macht verhindern wollen. Zu groß ist das Risiko, dass das Gerät im Google Glassholes-Stil am Markt floppt und das Augmented Reality-Thema erneut verbrennt.

Bedeutet: Keine Gesichtserkennung und sämtliche Kameradaten werden lokal verarbeitet und nur nach Einwilligung mit Facebook geteilt. Das würde auch zur Anfang des Jahres intern bei Facebook verbreiteten neuen Datenschutzstrategie passen.

Facebook wird die Ray-Ban-Datenbrille voraussichtlich Ende Oktober auf der XR-Entwicklerkonferenz Facebook Connect vorstellen. Die Veröffentlichung ist nach aktuellem Stand weiter für dieses Jahr geplant.

Weiterlesen über Facebooks XR-Strategie:

Quelle: Twitter