Bestechend echt: Mixed-Reality-Demo zaubert Küche in den Raum

Bestechend echt: Mixed-Reality-Demo zaubert Küche in den Raum

Mixed Reality könnte den Besuch im Möbelhäus überflüssig machen. Varjo zeigt mit einer Hochglanz-Demo, wie diese Zukunft aussehen könnte.

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Die Demo wurde mit Unity gestaltet und demonstriert beispielhaft, wie man eine Küche mit hochwertiger Mixed Reality realistisch vor sich in den Raum projizieren könnte, um anschließend Farben und Materialien an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Das Konzept ist so alt wie die jüngste Virtual-Reality-Welle: IKEA zum Beispiel veröffentlichte schon 2016 einen VR-Küchenplaner für die VR-Brille HTC Vive.

Teilweise neu an Varjos Demo ist der Grad an Realismus sowie der visuelle Einbezug der Umgebung mittels hochwertiger Video-AR. Bei dieser Art der Augmented Reality wird die Umwelt durch hochauflösende Farbkameras eingefangen und auf den Displays einer VR-Brille dargestellt, wo sie beliebig um digitale Elemente erweitert werden kann.

Vorteile von Video-AR gut sichtbar

Diese videogestützte AR ermöglicht ein weiteres Sichtfeld und eine realistischere Wiedergabe digitaler Elemente, als es mit herkömmlichen AR-Brillen der Fall ist. Man beachte in folgendem Video, wie nahtlos sich die Simulation in die physische Realität einfügt: Ein Angestellter läuft am virtuellen Küchenfenster vorbei und wird von den digitalen Elementen verdeckt, als wären sie echt.

Um das Erscheinen der Küche im Raum stimmiger wirken zu lassen, hat Varjo zwei subtile Effekte programmiert. Der erste sorgt für eine weiche Überblendung, die suggeriert, dass sich die Küche nach und nach im Raum materialisiert. Der andere macht, dass digitale Objekte cartoonhaft aufpoppen.

Viele Hürden bis zur Alltagstauglichkeit

Varjos Demo ist ein frühes Konzept und dementsprechend weit ist die Technik von einem alltäglichen Gebrauch, zumindest in dieser hochentwickelten Form.

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Die Software müsste idealerweise die Raumverhältnisse messen und die virtuelle Küche den Gegebenheiten entlang im Raum platzieren können. Entsprechende Brillentechnik müsste zudem günstiger, bequemer und leichter zu nutzen sein. Die Demo setzt einen schnellen Rechner und eine mehrere tausend Euro teure Higend-VR-Brille, die XR-3, voraus.

Varjo arbeitet immerhin schon an einer eigenen Cloud-Streaming-Lösung und mit der Varjo Aero (Test) hat das finnische Unternehmen eine erste VR-Brille für Verbraucher:innen auf den Markt gebracht. Fortschrittliche Video-AR-Brillen von Meta, Apple und Lynx dürften in den nächsten Jahren den Weg bereiten für alltagstaugliche Mixed Reality.

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Quellen: Varjo VR Lab Blog