Metas nächste VR-Brille: Alle Infos zu Project Cambria

Metas nächste VR-Brille: Alle Infos zu Project Cambria
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Meta bringt 2022 ein fortschrittliches Video-AR-Headset auf den Markt. Was wissen wir über Project Cambria?

Project Cambria wurde am 28. Oktober 2021 im Rahmen der Connect 2021 erstmals angeteasert.

Der Ankündigung gingen Gerüchte und Leaks voraus und Metas Technikchef Andrew Bosworth sowie Mark Zuckerberg selbst sprachen schon im Frühjahr 2021 davon, dass an einer technisch weiterentwickelten „Quest Pro“ gearbeitet werde. Die entpuppte sich bei der offiziellen Ankündigung als Project Cambria.

Der folgende Ausschnitt der Connect-Keynote zeigt die Ankündigung des neuen Produkts.

Wie heißt Metas neue VR-Brille?

Project Cambria ist nur die Bezeichnung des Projekts und nicht der Produktname. Letzteren wird Meta wohl erst bei der vollständigen Enthüllung bekanntgeben.

Aus Firmware-Leaks stammen unterschiedliche Codenamen für das Gerät, darunter Arcata, Seacliff und Seabright. Seabright steht laut jüngsten Erkenntnissen für ein später erscheinendes und technisch fortschrittlicheres Cambria-Modell.

Ist Cambria der Nachfolger der Meta Quest 2?

Nein. Mit Cambria will Meta eine komplett neue VR-Produktreihe mit Highend-Fokus aufbauen, die zwar rückwärtskompatibel mit dem Quest-Ökosystem ist, aber bei technischen Features über diese hinausgeht.

Wen und was will Meta mit Cambria erreichen?

Mit Cambria will Meta neue VR-Technologien aus den eigenen Forschungslaboren am Markt testen. Sobald diese ausgereift und günstiger in der Herstellung sind, könnten sie ihren Weg in die Quest-Produktreihe finden.

Diese kostenoptimierte und aggressiv bepreiste Produktlinie richtet sich an die breite Masse und dient einer möglichst schnellen Expansion und VR-Marktdurchdringung.

Bei Cambria ist das Ziel ein anderes: Die wesentlich teurere Highend-Produktreihe richtet sich an VR-Hobbyist:innen und professionelle Anwender:innen und ist ein Experimentierfeld für neue, besonders fortschrittliche VR-Technologien.

Im April und Mai 2022 konkretisierte Zuckerberg das Anwendungsfeld: Der Fokus liege auf Arbeit und Produktivität. Cambria sei das erste in einer ganzen Reihe von Geräten, die Meta an „Unternehmen und Wissensarbeiter:innen“ verkaufen möchte. Das Headset soll eines Tages Chromebooks und Laptops ersetzen und es Nutzer:innen erlauben, ihr Büro überallhin mitzunehmen. Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen Headsets dieser Art zum primären Arbeitsgerät werden – so Metas langfristige Vision.

Mit der Cambria-Produktreihe verfolgt Meta das Projekt einer „Arbeitsbrille“, die früher oder später den Arbeitsplatz erobern und revolutionieren soll. Auch aus diesem Grund arbeitet Meta mit Hochdruck an einem virtuellen Büro und einem neuen Multitasking-Interface.

Inwiefern Cambria auch Gamer:innen ansprechen wird, bleibt abzuwarten.

Was ist neu an Cambria?

Bei der Ankündigung bestätigten Zuckerberg und Metas Produktleiterin für VR-Geräte Angela Chang drei neue technische Features und Verbesserungen.

Eye- und Facetracking

Neue Sensoren ermöglichen einen natürlichen Augenkontakt zwischen Avataren und eine Echtzeit-Übertragung der Mimik in die VR. Dadurch sollen Emotionen besser ablesbar sein und soziale Interaktionen realistischer werden.

Eine Frau aus Fleisch und Blut neben ihrem Avatar, der ihre Mimik widerspiegelt.

Staunen, Überraschung, Angst: Mit Cambria werden Avatare solche Gefühle widerspiegeln können.  |Bild: Meta

Hochwertige Augmented Reality

Bereits mit Meta Quest 1 & 2 kann man sich per Passthrough-Modus die physische Umgebung in der VR-Brille anzeigen lassen und Apps können diese um digitale Objekte erweitern. Das Video-Abbild der Welt ist jedoch nur schwarz-weiß und so grobkörnig, dass sich kaum Details ausmachen lassen.

Cambria soll diesen Video-AR-Modus auf die nächste Stufe heben. Dank hochauflösender RGB-Kameras wird die physische Umwelt in Farbe und so scharf wiedergegeben, dass man mit einem Kugelschreiber Notizen machen oder mit einem virtuellen Personal Trainer im Wohnzimmer Sport treiben kann (siehe Ankündigungsvideo oben).

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Mixed-Reality-Arbeitsplatz mit Project Cambria

So könnte ein Augmented-Reality-Büro mit Cambria aussehen. | Bild: Meta

„Wir sind noch weit entfernt von einer Übereinstimmung mit dem, wie unsere Augen die physische Welt sehen, aber wir konnten die Passthrough-Erfahrung bereits erheblich verbessern“, sagt Chang bei der Ankündigung.

Gegenüber der Webseite Protocol sagte Mark Zuckerberg, dass die Kameras dreimal so hoch auflösen wie der Quest 2.

Verbesserte Displays und schmalerer Formfaktor

Auch bei der Display-Technologie tut sich etwas. Cambria ist die erste VR-Brille Metas, die auf Pancake-Linsen setzt. Die können eng am Display platziert werden und ermöglichen dadurch einen schmaleren Formfaktor, der in Richtung einer Skibrille geht. Dank der neuen Linsen soll Cambria ein hochwertiges und artefaktfreies Display und die bislang beste Optik aller VR-Geräte Marke Meta bieten.

Schematische Darstellung der Funktionsweise von Pancake-Linsen in Project Cambria

Pancake-Linsen falten Lichtstrahlen, anstatt sie direkt durchzuleiten. So ermöglichen sie eine nähere Positionierung am Display. | Bild: Meta

Welches Display nutzt Cambria?

Meta machte bislang keine konkreten Angaben.

Laut dem Lieferkettenanalysten Ming-Chi Kuo kommen zwei 2,48 Zoll große Mini-LED-Displays von JDI und Sharp mit einer Auflösung von 2.160 mal 2.160 Bildpunkten pro Auge zum Einsatz.

Damit würde Cambria nur ein wenig höher auflösen als die Meta Quest 2, deren LC-Display 1.832 mal 1.920 Bildpunkte pro Auge darstellt.

Auftrumpfen könnte Cambria dagegen beim Schwarzwert. Mini-LED-Displays sind eine weiterentwickelte Form von LC-Displays, deren Hintergrundbeleuchtung aus winzigen LEDs besteht. Die können abgeschaltet werden und ermöglichen so Local Dimming, was mit einem natürlicheren Schwarz einhergeht.

Mini-LED-Displays kommen in puncto Schwarzwert und Farbtreue nicht an OLED-Microdisplays heran, die als VR-Displaytechnologie der nächsten Jahre gehandelt wird. Das nächste Cambria-Modell dürfte ziemlich sicher auf höher auflösende OLED-Microdisplays setzen.

Welche Spezifikationen hat Cambria?

Bezüglich der Spezifikationen hielt sich Meta bislang bedeckt.

Gegenüber der Webseite Protocol bestätigte Mark Zuckerberg, dass Cambrias Kameras dreimal so hoch auflösen wie die der Quest 2 und dass das Gerät mit einem dedizierten Tiefensensor ausgestattet sein wird, genauer: einem Infrarot-Projektor für aktive Tiefenerkennung, der womöglich ähnlich funktioniert wie Apples LIDAR-Scanner.

Viel mehr ist nicht bestätigt über die technischen Eigenschaften, zumindest von offizieller Seite.

Im März 2022 berichtete XR-Leaker Brad Lynch in Berufung auf eine „vertrauenswürdige Quelle“, dass Cambrias Spezifikationen finalisert wurden. Sie sind nachfolgend aufgeführt.

Technische Eigenschaften, die bereits von offizieller Seite bestätigt sind, sind nicht aufgelistet. Die Angaben sind mit Vorsicht zu genießen, da sie nicht von Meta bestätigt sind.

Laut Lynchs Quelle bietet Cambria folgende Spezifikationen:

  • zwei Mini-LED-Displays mit Local Dimming und einer Auflösung von 2.160 mal 2.160 Bildpunkten pro Auge bei 90 Hertz Bildwiederholrate,
  • keinen signifikanten Unterschied beim Sichtfeld im Vergleich zu Quest 2,
  • einen stufenlosen Hardware-Linsenabstandsregler,
  • eine ähnliche Audiolösung wie bei Quest 2, aber bessere Mikrofone mit Echo Cancellation,
  • ein Snapdragon-XR2-Chip mit besserer Kühllösung als Quest 2, was in weniger CPU-Drosselung und mehr Rechenleistung resultieren könnte,
  • einen USB-C-Port wie bei Quest 2 und
  • neue VR-Controller (Codename: Starlet), die mit Inside-Out-Tracking und Force-Feedback-Triggern kommen. Wegen des hohen Energieverbauchs verzichtet Meta auf austauschbare Batterien. Die Controller und das Headset werden stattdessen via mitgelieferter Dockingstation geladen, wie bereits frühere Leaks nahelegen.

Aus Importprotokollen lässt sich herleiten, dass aktuelle Cambria-Prototypen Wi-Fi 6E unterstützen und mit 256 Gigabyte Speicher sowie 12 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgerüstet sind. Das wäre doppelt so viel Arbeitsspeicher wie bei der Quest 2. Der zusätzliche Arbeitsspeicher dürfte unabdingbar sein, soll Cambria tatsächlich ein Arbeitscomputer werden.

Mithilfe von Dataminern, die die Quest-Firmware durchsuchten, fand Lynch konkretere Hinweise auf Cambrias neue Sensortechnik.

Demnach nutzt die Quest 2 Pro drei Sensoren für den Video-AR-Modus: zwei niedrig auflösende Kameras, die Bewegung und Tiefe des Raums einfangen und Stereoskopie ermöglichen und eine dritte, hochauflösende Kamera in der Mitte des Gehäuses, die für eine getreue farbliche Wiedergabe der Umgebung verantwortlich ist. Das fertige Videobild der physischen Umwelt entsteht demnach aus einer Fusion dieser drei Sensordaten.

Weitere mögliche Details zur Hardware gibt es in einem vermeintlichen Hands-on-Bericht, dessen Authentizität aber nicht bestätigt werden kann.

Wie sieht Cambria aus?

Das offizielle Rendervideo zeigt ein schwarzes Gerät mit einer Halo-Kopfhalterung und einem schlanken Visor.

Geleakte Videotutorials und Firmware-Schnipsel bestätigen den vergleichsweise schlanken Formfaktor, der auch mit einem bedeutend geringeren Gewicht und einer besseren Gewichtsverteilung einhergehen könnte, da die Batterie im hinteren Teil der Kopfhalterung untergebracht ist.

Im Mai 2022 veröffentlichte Mark Zuckerberg das erste Foto von Cambria, auf dem jedoch nur die Umrisse und keine Details zu erkennen sind.

Zuckerberg trägt Project Cambria und nutzt Handtracking mit geballter Faust.

Das erste Foto von Project Cambria. | Bild: Mark Zuckerberg

Einen Tag später folgte ein Video mit nachträglich unkenntlich gemachter Cambria.

Brad Lynch behauptete im April, ein Bild des finalen Geräts gesehen zu haben. Mit einem Industriedesigner zusammen rekonstruierte er aus dem Gedächtnis heraus ein 3D-Phantomrendering des mutmaßlichen Video-AR-Headsets.

3D-Phantomrendering von Cambria (finales Modell).

Welche VR-Controller nutzt Cambria?

In dem zur Ankündigung gehörenden Rendervideo ist zu sehen, dass Cambria mit neuen VR-Controllern ohne Trackingringe kommt. Meta äußerte sich bislang nicht zu den VR-Controllern, doch Leaks zufolge nutzen die Geräte ein neues Trackingsystem.

Fotos von VR-Controllern mit integrierten Kameras

Sind das die neuen VR-Controller für Cambria? Gut zu erkennen sind integrierte Kameras auf Vorder- und Rückseite. | Bild: Reddit / tx_brandon

Cambria könnte mithilfe integrierter Laserprojektoren ein unsichtbares Infrarotmuster in die Umgebung werfen, das von Infrarotkameras in den VR-Controllern erfasst wird. So könnten sich die Geräte auch dann räumlich verorten, wenn sie sich hinter dem Headset befinden.

Dem Videotutorial-Leak zufolge werden die Brille und Controller eine eigene Ladestation erhalten. Auch das wäre eine Neuheit.

Bringt Cambria besseres Handtracking?

Das Handtracking der Meta Quest 2 verbessert sich stetig dank Software-Tricks, doch hat noch viel Luft nach oben. Ein einschränkender Faktor ist, dass die Kameras der VR-Brille nicht für die optische Hand- und Fingererfassung ausgelegt sind.

In einem Interview mit der Webseite Protocol sagte Mark Zuckerberg, dass Cambria mit einem neuen Sensor ausgestattet sein wird, von dem auch das Handtracking profitieren könnte. Das Handtracking der Quest mittels der Kameras sei ein „Hack“, während Cambria einen richtigen Tiefensensor besitze.

Das Handtracking der Meta Quest habe die Erwartungen des Unternehmens übertroffen, weshalb Meta bei zukünftigen Headsets nachlegen will in puncto Handtracking.

„Bei Cambria und zukünftigen Geräten haben wir jetzt ganze die Sensorarchitektur, die stärker für die Hände optimiert sein wird. Man wird also eine viel bessere Hardware-Unterstützung für Handtracking haben“, sagte Zuckerberg.

Unterstützt Cambria Foveated Rendering und künstliche Fokusverschiebung?

Beide Technologien sind enorm wichtig für Virtual Reality, aber dürften erst in zukünftigen Cambria-Generationen zum Einsatz kommen.

Beim Foveated Rendering ermittelt das Headset, welchen Bereich des Sichtfelds das Auge fokussiert und berechnet anschließend nur diesen in vollem Detailgrad. Das spart viel Rechenleistung, die in eine höhere Auflösung und bessere Grafik fließen kann.

Arbeitet das System ausreichend schnell und präzise, dann ist Foveated Rendering unsichtbar für das Auge. Jedenfalls in der Theorie.

In der Praxis ist die Rendertechnik ein schwer zu knackendes technisches Problem. Das fängt beim Erfassen anatomischer Unterschiede bei Pupillen an und endet bei der Grafikrenderpipeline, die für Foveated Rendering neu geschrieben werden muss.

Laut Andrew Bosworth bringt Foveated Rendering derzeit noch nicht viel, womit die Chance, dass Cambria die Rendertechnik unterstützt, recht klein ist.

Das Gleiche gilt für künstliche Fokusverschiebung. Meta forscht seit vielen Jahren an entsprechenden Displays, die ein grundlegendes optisches Problem von VR-Headsets lösen und ein realistischeres und angenehmeres Seherlebnis bieten sollen. Allerdings ist nach derzeitigem Kenntnisstand auch hier noch viel Arbeit zu tun.

Was ist Cambrias wichtigstes Feature?

Das wohl bedeutendste Feature des Headsets ist der videobasierte Augmented-Reality-Modus. Herkömmliche AR-Headsets mit transparenter Optik (Hololens, Magic Leap, Nreal Light) haben sich bei der Display-Technik nur geringfügig weiterentwickelt. Ein schmales Sichtfeld, geringe Helligkeit oder schlechte Bildqualität halten die Technik zurück.

Video-AR-Headsets wie Cambria haben diese Probleme nicht und werden in den kommenden Jahren die beste Art werden, Augmented Reality zu erleben. Deswegen setzt auch Apples erstes VR-Headset auf Passthrough.

Videobasierte Augmented Reality: Sie soll die Zeit überbrücken, bis bessere AR-Displays greifbar sind, die eine ähnlich gute Bildqualität im Formfaktor einer dünnen, transparenten Alltagsbrille ermöglichen.

Der folgende Artikel beschreibt, inwiefern VR-Headsets von Video-AR profitieren werden:

Mehr zu den Vorteilen und Nachteilen von Video-AR erfahrt ihr in diesen beiden Artikeln:

Welche Apps gibt es für Cambria?

Auf Cambria sollten alle Apps laufen, die auch für Quest 2 erhältlich sind und bislang wurde keine Cambria-exklusiven Apps angekündigt.

Der größte Unterschied wird sein, dass Augmented-Reality-Apps auf Cambria die physische Umgebung in Farbe und scharf darstellen können.

Mit der Augmented-Reality-Demo The World Beyond will Meta die Stärken von Cambria vorführen. Die AR-Erfahrung demonstriert die Vorteile der Presence Plattform, einer Gruppe von Schnittstellen für Meta Quest und Project Cambria, die natürlichere Interaktionen und fortschrittliche Augmented Reality ermöglicht.

Wie teuer wird Cambria?

Meta hat noch keinen Preis genannt.

Unternehmensnahe Quellen behaupteten im Mai 2022, dass Cambria 799 US-Dollar kosten wird. Meta dementierte und ließ verlauten, dass der Preis signifikant höher ausfallen werde. Ein Preis jenseits der 1.000 Euro ist demnach durchaus vorstellbar. Ein chinesischer Lieferkettenanalyst behauptete, dass allein die Komponenten des Geräts 780 US-Dollar kosten.

Im April 2021 schätzte John Carmack, dass das Gerät aufgrund des höheren Preises nur einen Zehntel der Quest-Käuferschaft finden wird.

Oculus Quest 2 mit Controllern und der Verkaufsbox im Hintergrund

Die Meta Quest 2 hat ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis. Cambria wird laut Carmack „signifikant“ teurer als Metas „Volksbrille“. | Bild: Facebook.

Was sagen Tester über Cambria?

Bislang gibt es nur einen einzigen unabhängigen Testbericht. Der Protocol-Redakteur Janko Roettgers konnte eine Vorab-Version der VR-Brille mit der AR-Demo The World Beyond ausprobieren.

Den Farb-Passthrough bezeichnet er als „massive Verbesserung“ gegenüber Quest, auch wenn das Video-Abbild der Umgebung längst nicht perfekt ist: „Es ist immer noch kein fotorealistisches Bild, aber es beginnt, sich weniger störend anzufühlen. Mehr wie ein Heimvideo von anständiger Qualität, weniger wie Blair Witch Project“, so Roettgers im Hinblick auf das grobkörnige Schwarzweiß-Bild der Quest 2.

Brad Lynch hat laut eigenen Angaben mit einer Quelle gesprochen, die ebenfalls Cambria ausprobiert haben will. Die Authentizität des Hands-on-Berichts kann nicht bestätigt werden.

Wann erscheint Cambria?

Bei der Ankündigung des Geräts sagte Zuckerberg, dass Cambria im nächsten Jahr, also 2022, erscheinen wird.

Einem Roadmap-Leak zufolge soll das Video-AR-Headset um den September 2022 herum auf den Markt kommen. Stimmt diese Information, dürfte Meta das Gerät auf der Connect 2022 im Herbst oder kurz danach launchen.

Was kommt nach Cambria?

Dem gleichen Leak zufolge ist der Marktstart des nächsten Cambria-Modell mit Codenamen Funston für 2024 angesetzt.

Für 2023 und 2024 sei außerdem der Launch zweier neuer Quest-Geräte mit Codenamen Stinson und Cardiff vorgesehen.

An den Plänen kann sich bis dahin noch alles ändern, sagen die unternehmensnahen Quellen.

Wird es Alternativen zu Cambria geben?

Video-AR-Headsets wie Cambria werden den Markt in den nächsten Jahren maßgeblich bestimmen. Es ist davon auszugehen, dass es Alternativen geben wird.

  • Die TikTok-Mutter Bytedance will laut eines Berichts Meta zuvorkommen und schon bald einen Cambria-Konkurrenten der Marke Pico auf den Markt werfen.
  • Das Pariser Start-up Lynx arbeitet seit längerem an einem Video-AR-Headset mit Namen Lynx-R1, das im Laufe des Jahres erscheinen soll.
  • Laut beharrlicher Gerüchte wird Apple Ende des Jahres oder Anfang 2023 ebenfalls mit einer Video-AR-Brille in den Markt einsteigen (siehe Gerüchte um Apples VR-Brille).
  • Auch Google (Project Iris) und Microsoft (Project Bondi) entwickeln Berichten zufolge Video-AR-Headsets, die jedoch erst für 2024 erwartet werden.

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