Eine Linkedin-Analyse zeigt, wo Magic Leaps ehemalige Angestellte unterkommen: insbesondere bei Apple.

Im April passiert das, was einige Marktbeobachter erwarteten: Nach jahrelanger Entwicklung und viel Hype musste Magic Leap einräumen, dass das Geschäftsmodell AR-Brillen für Endverbraucher noch keines ist.

Die Folge: Rund die Hälfte der Belegschaft wurde entlassen, das sind circa 1.000 Angestellte auf allen Ebenen, vom Manager bis zum Fabrikarbeiter. Insbesondere in den Kreativ- und Marketingabteilungen wurden Stellen gestrichen.

In Zukunft will sich Magic Leap auf den B2B-Markt fokussieren, die Rettung gelang in letzter Sekunde.

Apple und Google schnappen sich Ex-Magic-Leaper

Eine Linkedin-Analyse von Protocol zeigt jetzt, wohin es die bei Magic Leap geschassten Fachleute zieht: zu Apple. Schon im letzten Sommer hatte Apple zahlreiche XR-Stellen ausgeschrieben.

Der iPhone-Konzern arbeitet gerüchteweise gleich an zwei Brillen-Prototypen. Eine schlanke Datenbrille, die mit dem iPhone verbunden wird und eine autarke AR-VR-Brille, die Facebooks Oculus Quest Konkurrenz machen könnte.

Apple hat offenbar einen besonders großen Bedarf an XR-Spezialisten. | Grafik: Protocol

Apple hat offenbar einen besonders großen Bedarf an XR-Spezialisten. | Grafik: Protocol

Selbst wenn sich Apples Tech-Brillen als Luftnummer erweisen: Allein die Fortentwicklung der Smartphone-AR-Software ARKit braucht Ressourcen. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC stellte Apple vor wenigen Tagen ARKit 4 vor.

Nach Apple stellen Google und Facebook die meisten Ex-Magic-Leap-Angestellten ein. Beide Konzerne sind ebenfalls in XR investiert: Google versucht’s wie Apple zunächst mit Smartphone-AR, nachdem Smartphone-VR floppte, Facebook betreibt mit Oculus und einer großen Forschungsabteilung für Next-Gen-Interfaces den wohl größten Aufwand.

Microsoft ist mit Hololens 2 (Vorabtest) derzeit voll auf AR-Brillen für den industriellen Sektor fokussiert, schielt mit dem Smartphone-AR-Spiel Minecraft Earth und der mit dem Spiel einhergehenden Vermessung der Welt allerdings durchaus auch auf die Vorzüge von Endverbraucher-AR.

Titelbild: Apple

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