Der chinesische Streaming-Riese Iqiyi bringt in China gemeinsam mit HTC eine Quest-ähnliche VR-Brille auf den Markt, die sogar PC-VR-Apps streamen können soll.

Das 2010 gegründete Streaming-Unternehmen Iqiyi dominiert den chinesischen Videomarkt ähnlich wie Netflix den westlichen. Im letzten Mai stellte Iqiyi erstmals eine Video-VR-Brille im Stil von Oculus Go (Test) vor. Die Brille kann in Verbindung mit dem Video-Service genutzt werden, um beispielsweise flache 2D-Videos in einem VR-Kino anzusehen.

Mit Iqut 2Pro bringt Iqiyi jetzt das Nachfolgegerät mit einem umfangreichen Tech-Upgrade: Die neue China-Brille bietet wie Oculus Quest (Test) integrierte Trackingkameras, dank derer sich der Nutzer frei im Raum bewegen kann. Sämtliche Hardware ist im Gehäuse integriert. Als Prozessor kommt Qualcomms Snapdragon 835 zum Einsatz.

Das LC-RGB-Display löst mit 2K pro Auge auf, das Gewicht des Körpers der VR-Brille soll bei 318 Gramm liegen. So wie HTCs autarke VR-Brille Vive Focus Plus basiert auch Iqut 2Pro auf einem Referenzmodell von Qualcomm.

Iqut 2Pro setzt auf HTC-Technologie

Für virtuelle Hände setzt Iqiyi auf HTCs ursprünglich für Vive Focus Plus entwickelte VR-Controller, die per Ultraschall getrackt werden. Außerdem nutzt der Herstellers HTCs Android-basierte Entwicklerschnittstelle Vive Wave, die speziell für die Anforderungen mobiler VR entworfen wurde.

Neben Iqiyi setzten auch Pico, Shadow Creator und DPVR auf Vive Wave. Bei Twitter kündigt HTCs Vive-Chef Alvin Wang Graylin “viele weitere” Vive-Wave-Brillen an.

Iqut 2Pro im Einsatz.

Iqut 2Pro im Einsatz. | Bild: Iqiyi

Besitzer von Vive-Wave-Brillen können auf Mobile-VR-Apps bei Viveport zugreifen und das drahtlose PC-Streaming von Viveport nutzen. Laut Iqiyi sind derzeit mehr als 300 VR-Apps verfügbar, darunter Spiele wie Angry Birds VR: Pig Island, Ninja Legends VR oder Fruit Ninja. Sogar der VR-Hit Half-Life: Alyx (Test) soll per SteamVR-Verbindung laufen.

Iqut 2Pro ist in China seit Anfang April für einen Preis von umgerechnet rund 500 Euro verfügbar. Iqiyi verspricht weitere Investitionen in VR, insbesondere an der Schnittstelle zu 5G- und KI-Technologie.

Quellen: Twitter, Iqiyi

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