Valve Index 2: Patent erklärt "Lighthouse 3.0"

Valve Index 2: Patent erklärt

Kommt eine Valve Index 2, dann dürfte sie kabellos sein und auf ein neuartiges Trackingsystem setzen. Wie dieses funktioniert, erklärt ein Patent.

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So ungeschlagen die Valve Index (Test) als PC-VR-Brille auch ist, sie zeigt nach zwei Jahren erste Alterserscheinungen: In Zeiten drahtloser Virtual Reality setzt die VR-Brille nach wie vor eine Kabelverbindung sowie externe Trackingwürfel voraus, die im Raum installiert werden müssen.

Die sogenannten Basisstationen verkomplizieren die Einrichtung und schränken die Flexibilität des Geräts ein. Sie schlagen sich auch im Preis nieder und geben wegen mechanischer Teile eher den Geist auf als integrierte Trackingsysteme ohne bewegliche Elemente.

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Eine Reihe von Patenten zeigen, dass Valve an technischen Lösungen für all diese Probleme arbeitet, die in den Nachfolger der Valve Index fließen könnten. Angekündigt wurde zwar nichts dergleichen, Valve lässt jedoch durchblicken, dass es Virtual Reality als langfristige Investition ins eigene PC-Ökosystem sieht.

Die Frage nach einer Valve Index 2 ist also berechtigt und Patente liefern Antworten darauf, in welche Richtung die Reise gehen könnte.

Ist das Lighthouse 3.0?

Wir berichteten bereits über ein Valve-Patent, das eine VR-Brille mit integrierter Recheneinheit und Batterie beschreibt, die entweder für kabelloses PC-VR-Streaming ausgelegt ist oder komplett autark läuft ähnlich Oculus Quest 2 (Test).

Ein weiteres Patent umreißt ein neuartiges, integriertes Trackingsystem, das Basisstationen überflüssig macht. Ein drittes Patent schließlich erklärt, wie das PC-VR-Streaming funktionieren und bestehende Lösungen wie Air Link weit hinter sich lassen könnte.

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Valves Patente zeigen, dass sich das Unternehmen mit autarken VR-Brillen beschäftigt. | Bild: Valve / USPTO

Nun ist ein weiteres Patent aufgetaucht, das Einzelheiten über Valves neues Trackingsystem verrät. Dieses gleicht dem bisherigen Lighthouse-Tracking insofern, als hierbei ebenfalls Lichtstrahlen ausgesendet und erfasst werden.

Hardware mit integrierten Lighthouse-Sendern

Der große Unterschied besteht darin, dass diese Lichtstrahlen von der VR-Brille und den Controllern ausgehen könnten, sodass keine Basisstationen mehr benötigt würden.

Sowohl die VR-Brille als auch die Controller haben Sensoren verbaut, die durch eine Öffnung eintreffendes Licht erfassen und den Einfallswinkel des Lichts, wodurch die relative Position von VR-Brille und Controller äußerst präzise berechnet werden kann – 1.000 bis 2.000 Mal pro Sekunde.

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Eine im Brillengehäuse integrierte und wesentlich langsamer arbeitende Frontkamera könnte für die Ermittlung der räumlichen Position der VR-Brille verantwortlich sein. Eine Vielzahl Kameras wie bei Oculus Quest wird nicht benötigt, da die Controller separat getrackt werden.

Ein möglicher Nachteil dieses integrierten Trackingsystems ist, dass sich die Controller in seltenen Fällen gegenseitig verdecken oder aus dem Sichtbereich der VR-Brille geraten, wodurch keine oder nur eine eingeschränkte räumliche Erfassung mehr gewährleistet ist. Das Problem kennt man von anderen integrierten Trackingsystemen wie Oculus Insight.

Kompatibel mit SteamVR Tracking 1.0 und 2.0

Dem Patent zufolge sind die neuen Sensoren mit dem Lighthouse-Tracking abwärtskompatibel und könnten daher von diesem profitieren. Die genannten Einschränkungen beim Tracking würden in diesem Falle wegfallen. Allerdings würde sich dann auch der Vorteil des integrierten Trackings reduzieren.

Der Youtuber SadlyItsBradley hat dieses sowie alle anderen genannten Patente eingehend studiert und liefert in einem Video eine ausführlichere Erklärung.

Er spekulierte in einem früheren Video, dass die Valve Index 2 den gleichen Chip verbaut könnte, der auch den kommende Handheld Steam Deck befeuert und dadurch komplett autark laufen könnte.

Ein Valve-Manager bestätigte, dass der Chip VR-tauglich ist und dass dieses Anwendungsszenario für Valve relevant sei.

Quelle: Freepatentsonline, via: Reddit, Titelbild: Valve

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