Update vom 14. August 2019:

HTC hat die Angabe, dass Viveport-Nutzer bislang 21 Millionen Stunden in VR verbracht hätten, nachträglich aus dem Finanzbericht gestrichen.

Ursprünglicher Artikel vom 13. August 2019:

HTCs Finanzbericht zum zweiten Quartal 2019 bestätigt den Abwärtstrend der letzten Jahre. Das Virtual-Reality-Geschäft kann HTC noch nicht über Wasser halten.

Das taiwanesische Unternehmen verzeichnet im zweiten Quartal 2019 einen Umsatz von umgerechnet knapp 80 Millionen Euro und einen operativen Verlust von 70 Millionen Euro. Der quartalsmäßige Verlust beträgt 63 Millionen Euro.

Sowohl die Umsätze als auch der operative Gewinn fielen in den letzten fünf Quartalen kontinuierlich:

HTC_Q2_2019

Umsätze und Profite sinken weiter. BILD: HTC

Die Zusammenfassung des Finanzberichts räumt den Entwicklungen des VR-Geschäfts viel Platz ein: Die erste Hälfte ist “Vive VR” gewidmet, während die andere Hälfte HTCs 5G Hub behandelt. Die neuen Smartphones HTC U19e und HTC Desire 19+ werden nur am Rande erwähnt.

Virtual Reality kann Verluste nicht ausgleichen

HTC fasst zusammen, was sich im zweiten Quartal innerhalb des VR-Geschäfts ereignete: Viveport Infinity und die Vive Enterprise Solutions gingen an den Start, mehr Details zu Vive Cosmos wurden veröffentlicht und die Arbeit am firmeneigenen VR-Betriebssystem, dem Vive Reality System, fortgesetzt.

Abonnenten von Viveport Infinity sollen seit dem Launch rund 900.000 VR-Apps gestartet und knapp 21 Millionen Stunden in der Virtual Reality verbracht haben. Konkrete Abonnentenzahlen nennt HTC nicht.

Trotz VR-Prominenz im Quartalsbericht: Das Virtual-Reality-Geschäft kann HTC noch nicht in die Gewinnzone hieven. Dazu sind die Verluste aus der schwachen Smartphone-Sparte zu groß.

HTC brachte 2018 mit Vive Pro und Vive Focus gleich zwei neue VR-Brillen auf den Markt. 2019 startete der Verkauf von Vive Focus Plus und der Vive Pro Eye, die sich ebenfalls an Unternehmen richten. Vive Cosmos soll im dritten Quartal auf den Markt kommen und wieder stärker den Endverbrauchermarkt bedienen.

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