Im Unternehmensbericht 2020 definiert Sony die aktuelle Ausrichtung und Strategie, in der auch Virtual Reality eine Rolle spielt.

Der am 28. August 2020 veröffentlichte Bericht richtet sich an Investoren und geht auf sämtliche Geschäftsfelder ein. Das Konsolengeschäft fällt unter die Sparte Spiel- und Netzwerkdienste.

Sony verweist hier auf jüngste Erfolge: So wurden bis Ende Juni 2020 rund 112 Millionen PS4-Konsolen verkauft und eine ebenso große Zahl monatlich aktiver PSN-Nutzer erfasst.

Die Ende des Jahres erscheinende Playstation 5 soll die PS-Spielerfahrung durch mehr Leistung und Geschwindigkeit, die haptischen Effekte des neuen Controllers sowie die 3D-Audiotechnologie Tempest auf Next-Gen-Niveau heben.

Aufseiten der Software setzt Sony wie gehabt auf exklusive Inhalte und will zu diesem Zweck weitere Studios aufkaufen. PC-Portierungen von Sony-Titeln wie Horizon Zero Dawn sollen zusätzliche Profite einbringen. Sony plant außerdem eine Verbesserung und Erweiterung der Playstation-Dienste, um neue Nutzer zu gewinnen.

Kaum ein Oculus-Exklusivtitel war so lange in Entwicklung und hat so große Ambitionen wie Stormland. Kann es die hohen Erwartungen erfüllen?

Sony kaufte unter anderem das Spielestudio Insomniac Games, das Blockbuster wie “Spider-Man” produzierte und viel Erfahrung in VR-Entwicklung hat. | Bild: Insomniac Games, Bild aus dem VR-Spiel “Stormland”

Sony VR: Gaming oder Entertainment-Plattform?

Virtual Reality ist ebenfalls Teil von Sonys PS-Strategie und wird im Kontext einer Diversifizierung von Inhalten erwähnt. “Sony Interactive Entertainment will Inhalte für eine Vielzahl an Spielgenres und -Formaten bereitstellen und Fortschritte bei einzigartigen und immersiven interaktiven Erfahrungen wie Virtual Reality erzielen”, heißt es wörtlich im Bericht.

Das klingt, als wolle Sony seine VR-Plattform weiterentwickeln. In welche Richtung, das lässt Sony offen: Wird VR ein Gaming-Pfeiler oder soll die Technologie lediglich das Portfolio von Erfahrungen erweitern, die die Playstation 5 ermöglicht? Das wird aus der knappen Beschreibung nicht deutlich.

An anderer Stelle wird VR-Technologie als mögliche Synergie von Sonys Musik- und Gamingsparte ins Spiel gebracht. Man denke in diesem Kontext an VR-Musikvideos oder VR-Streaming von Konzerten.

Im Frühjahr meinte Sony-Chef Kenichiro Yoshida im Hinblick auf die Corona-Krise, dass er Potenzial in immersiven Live-Konzerten sehe. Sony sucht außerdem nach Spezialisten für eine Next-Gen-VR-Brille, die in den nächsten fünf Jahren erscheinen soll und ein breiteres Publikum statt lediglich Gamer ansprechen könnte.

So sieht Sonys erste Augmented-Reality-Brille aus

Sony forscht auch an Augmented Reality und hat eine Ghostbusters-Erfahrung in Tokio mit eigener AR-Brille getestet. | Bild: Sony

Immersion ist Teil von Sonys Tech-Strategie

Immersion ist auf jeden Fall ein wichtiges Konzept für Sony. Das zeigt zum einen die Investition in die neuen Controller- und Audiotechnologien der PS5 (siehe oben), zum anderen wird dieser Aspekt ausdrücklich als einer von drei Pfeilern von Sonys Tech-Strategie beschrieben, die da wären: Reality, Real-time und Remote.

Für den Aspekt der “Reality” forsche und entwickle Sony Technologien, die Bilder und Musik in drei Dimensionen wiedergeben und auf diese Weise Entwicklern neue Ausdrucksformen und Nutzern immersivere Erfahrungen ermöglichen, heißt es in dem Bericht.

In die PSVR-Karten lässt sich Sony nicht blicken: Fürs Erste ist nur bekannt, dass PS5 die klassische Playstation VR samt PS4-Zubehör wie der Playstation Camera, dem Dualshock 4-Controller, den Playstation Move-Controllern und dem Aim Controller unterstützt.

Inwiefern PSVR-Spiele von der PS5 profitieren könnten, ist nicht bekannt und nur Sony weiß derzeit, ob und wann eine Nachfolger-Brille kommt. Wollt ihr einen Blick in die Gerüchteküche werfen und Sonys bisherige Aussagen zur PSVR 2 nachlesen, dann schaut in unseren Info-Artikel zu Playstation VR 2.

Quelle: Sony Corporate Report, Titelbild: Sony

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