Playstation VR 2: Sony patentiert mächtige Rendertechnik

Playstation VR 2: Sony patentiert mächtige Rendertechnik

Sonys Playstation VR 2 nähert sich dem Marktstart. Eine spezielle Rendertechnik könnte die VR-Brille auch gegenüber dem PC-Wettbewerb grafisch nach vorne katapultieren. Erwartet uns mit PSVR 2 ein VR-Technik-Feuerwerk?

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Bis auf die offiziell vorgestellten PSVR 2 VR-Controller hat Sony noch nicht viel erzählt zur neuen VR-Brille. Dafür gibt es einige Leaks zu Playstation VR 2, die angeblich mit 4K OLED-HDR-Displays, integrierten Haptik-Elementen in der Brille, Fingertracking am Controller und einem extra weiten Sichtfeld kommen soll.

Playstation VR 2 kommt wohl mit Eye-Tracking

Aus besagten Leaks geht auch hervor, dass Sony ein Eye-Tracking-System in die VR-Brille integrieren wird. Das sind kleine Kameras in der Nähe der Linsen, die Augenbewegungen filmen.

Eye-Tacking in einer VR-Brille hat unter anderem den Vorteil, dass Entwicklungsstudios wissen, wohin ein VR-Brillenträger genau schaut. So könnten Menüs etwa rein durch Blicke gesteuert werden.

Den wohl größten Vorteil bietet das auf Eye-Tracking basierte Renderverfahren „Foveated Rendering“: Spiele können so anhand der Blickrichtung des Brillenträgers gerendert werden. Anstatt also immer 100 Prozent des Bildes mit allen Details zu berechnen, können Studios die volle Rechenleistung der Playstation 5 auf einen relativ kleinen Teil des Bildes fokussieren.

Die Folge: Deutlich hübschere Grafik oder eine flüssigere Bildwiederholrate. Letztere hat gerade bei VR eine entscheidende Bedeutung für ein gutes Spielerlebnis.

Tests des schwedischen Eye-Tracking-Herstellers Tobii und von Nvidia zeigen, dass durch Foveated Rendering in der Spitze mit Leistungssprüngen von gut 60 Prozent zu rechnen ist. Das folgende Video zeigt einen Belastungstest mit HPs PC-VR-Brille Omnicept G2.

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Patent bestätigt Sonys Arbeit an Foveated Rendering

Ein im Juni eingereichtes und Ende September veröffentlichtes Sony-Patent beschreibt eben diese mächtige VR-Rendermethode etwas kryptisch als „Eye-Tracking zur Anpassung der Region-Of-Interest (ROI) für die Komprimierung von Bildern für die Übertragung“.

Auch der Begriff „Foveated Rendering“ wird im Patent später explizit erwähnt als Methode, die Sony erforscht, um verschiedene Stellen des Bildes mit unterschiedlichen Auflösungen oder geometrischen Details („Foveated Tessellation“) zu rendern. Die folgende Abbildung stammt aus dem Patent als Beispiel für Foveated Tessellation. Laut Sony kann „die Rendering-Zeit eines 3D-Netzes oder
Drahtgitters um einen Faktor von etwa 4 oder mehr reduziert werden“.

Das linke Bild zeigt, wie ein Auto-Cockpit ohne Foveated Rendering mit allen Details gerendert wird. Das ist Ressourcen-Verschwendung, denn VR-Spieler fokussieren nur einen kleinen Teil des Bildes. Der wird rechts im Bild mit aktiviertem Foveated Rendering mit allen Details dargestellt, während die grafische Darstellung im restlichen Bild reduziert ist. | Bild: Sony

Sony-Forscher Dominic Mallinson stellte in der Vergangenheit immer wieder die Bedeutung von Eye-Tracking für die Zukunft von VR heraus. „Eye-Tracking hat das größte Potenzial, die VR-Erfahrung fundamental zu verändern“, sagt Mallinson. Die Technologie eröffne „unzählige neue Nutzerschnittstellen und -erfahrungen“ und „rechne sich von selbst“.

Sony könnte Playstation VR 2 im Dezember enthüllen, eine Veröffentlichung im kommenden Jahr ist wahrscheinlich. Sony bestätigte offiziell bislang nur, dass PSVR2 eine höhere Auflösung, ein größeres Sichtfeld und weiter ein Kabel zur Konsole haben wird.

Weiterlesen über Playstation VR 2:

Quelle: Reddit