Orbital: Neues Studio soll VR-Spiele mit Langzeitmotivation entwickeln

Orbital: Neues Studio soll VR-Spiele mit Langzeitmotivation entwickeln

Die Entwickler von Phantom: Covert Ops, Far Cry VR und Fracked gründen ein zweites Studio für VR-Spiele, die durch laufende Fortentwicklung über Jahre bei der Stange halten sollen.

Das VR-Ökosystem ist noch immer klein, weshalb sich viele VR-Studios fragen müssen, mit welcher Art Spiel und Geschäftsmodell sie am VR-Markt bestehen wollen.

Teuer produzierte Einzelspielertitel, die nach ein- oder zweimaligem Durchspielen nie mehr angerührt werden und eine Woche nach Erscheinen aus den Schlagzeilen und dem Bewusstsein der VR-Spielerschaft verschwinden, gehören da eher weniger dazu. Floppt der Hoffnungsträger gar, kann dies das Aus für ein VR-Studio bedeuten.

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Das britische Studio nDreams setzte trotz dieser Risiken bislang auf genau diese Art Spiel: Es entwickelte das Kayak-Abenteuer Phantom: Covert Ops (Test) und bringt diesen Sommer den temporeichen Shooter Fracked heraus. Mit der Gründung von Studio Orbital will es nun etwas Neues versuchen.

Fokus auf „unendliche Spiele“

Das Ziel ist, sogenannte Live Games zu entwickeln. Damit sind Spiele gemeint, die meist einen Mehrspielermodus bieten und wie eine Dienstleistung gehandhabt werden: Sie werden stetig weiterentwickelt und bauen so nach und nach eine immer größere Fangemeinschaft auf, die bereit ist, für neue Inhalte und Erweiterungen zu zahlen.

Mit diesem Geschäftsmodell können Entwickler klein anfangen und verschiedene Spielkonzepte ausprobieren, ohne alles auf eine Karte setzen zu müssen. Entwickelt ein Titel nachhaltiges Interesse, kann es der Nachfrage entlang weiter ausgebaut werden.

Beispielhaft umgesetzt hat dieses Konzept das schwedische Studio Resolution Games, das mit Titeln wie Cook-Out (Test), Blaston (Test) und Demeo (Test) erste Erfolge feiert und dafür 25 Millionen US-Dollar an Risikokapital erhielt.

Angeführt von einem Gaming-Veteranen

Aufgebaut und geleitet wird Studio Orbital von Chris White, der auf eine zwanzigjährige Karriere in der Spieleindustrie zurückblickt. White machte sich vor allem durch Mobile Games (The Sims Social, Project Gotham, Transformers: Earth Wars) einen Namen und arbeitete zuletzt bei FitXR an der gleichnamigen VR-Fitness-App, das vor Kurzem auf ein Abomodell wechselte.

Das neue Studio ist komplett auf Fernarbeit ausgelegt und hat bereits Stellen ausgeschrieben. Fürs erste Projekt soll ein Team aus 25 Fachkräften aufgebaut werden, die von NDreams‘ Wissen, Technologie und Infrastruktur profitieren soll.

Das Ziel ist, ein vielfältiges Portfolio an Titeln zu schaffen. „Es gibt noch so viel zu entdecken, vor allem in Bezug auf Erfahrungen, die Spieler über Jahre hinweg beschäftigen“, sagt White anlässlich der Ankündigung.

Titelbild: nDreams (Phantom: Covert Ops)

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