Hilfe, Imbissbudenhilfskraft gesucht! Keine Angst: Das VR-Spiel Cook-Out: A Sandwich Tale macht ordentlich spielerischen Appetit und ist ein Spielspaßknüller in der Gruppe.

Cook-Out entführt VR-Spieler in ein Märchenkönigreich. Als Küchengehilfe zieht man von Ort zu Ort und muss sich dabei stets von Neuem in der Sandwichherstellung beweisen. Das Ziel ist, sich bis in königliche Gefilde hochzuarbeiten und Ihrer oder Seiner Majestät belegte Brötchen zu servieren.

Die Imbissbudenkarriere fängt überschaubar an: Per Knopfdruck öffnet man ein Fach roher Nahrungsmittel, entnimmt die benötigte Sandwich-Zutat und bereitet sie durch entsprechende Handbewegungen mit dem Hackebeilchen zu. Ein paar Mal kräftiges Zuhauen reicht, schon hat man die fertige Zutat vor sich und kann anfangen, Brötchen zu belegen.

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Mit einem Edelstein-Hackebeil geht es an die schnelle Zubereitung der Zutaten. | Bild: Resolution Games

Fast-Food-Management

Am meist rappelvollen Tresen sieht man, was sich die Kunden wünschen: Zum Beispiel eine Scheibe Weißbrot mit Ketchup, etwas Salat sowie Käse und Schinken. Aber bitte in dieser Reihenfolge und hübsch mittig geschichtet! Ansonsten murren die Kunden.

Die haben individuelle Wünsche und Bedürfnisse: Kaninchen wollen ihr Sandwich möglichst schnell haben, während Wölfe zwar geduldig, aber sehr hungrig sind und nach Riesensandwiches mit Unmengen Zutaten lechzen, was eine lange und aufwendige Zubereitung erfordert.

Deshalb muss man als Küchengehilfe stets im Auge behalten, wer am Tresen steht und sicherstellen, dass Sandwiches zeitig servierbereit sind.

In Cook-Out warten unterschiedliche Kunden auf Sandwiches.

Jede Tierart hat andere Ansprüche an Sandwiches und Service. | Bild: Resolution Games

Tolle Mehrspielererfahrung

Zum Glück ist man nie ganz auf sich allein gestellt. Spielt man allein, hilft ein mechanischer Küchenroboter mit. Der reagiert schnell, muss aber regelmäßig mit einer Handkurbel elektrisch aufgeladen werden.

Das volle Spaßpotenzial entfaltet Cook-Out erst im Mehrspielermodus. Hier kann man bis zu drei Freunde an den virtuellen Küchentisch einladen. Da kein Spieler über sämtliche Zutaten verfügt, erfordert die Sandwichherstellung reichlich Zusammenarbeit und Koordination.

Unter Zeitdruck stellt sich so ein verrückt-chaotisches Imbissküchen-Feeling ein: Man hört Kollegen zurufen und wartende Kunden motzen, sieht Ketchup und Mayo durch die Luft spritzen und muss im Hackebeil-Stakkato den Überblick über Bestellungen bewahren.

Servierbereite Sandwiches in Cook-Out.

Für perfekte Sandwiches müssen die Zutaten mittig liegen. Das erfordert Fingerspitzengefühl. | Bild: Resolution Games

Leicht zu lernen, schwer zu meistern

Die dank VR-Controllern leicht zu lernende Spielmechanik wird durch immer neue Elemente variiert und erweitert: durch wechselnde oder rätselhafte Fantasie-Zutaten, neue Arten von Kunden, die besondere Ansprüche stellen oder Zutaten stibitzen oder durch zusätzliche Aufgaben wie das Grillieren von Nahrungsmitteln und Abwaschen von dreckigen Tellern.

Gelingt der Küchendienst, wird man mit Geld und magischen Hilfsmitteln belohnt. Mit diesen kann man die Zeit verlangsamen, das Hackebeil schärfen oder Tofu herzaubern, das jede Zutat ersetzen kann. Das gewonnene Geld kann in diese Hilfsmittel oder besseres Küchenwerkzeug investiert werden.

Die Grafik ist einfach und zweckmäßig gehalten, um auf Oculus Quest zu laufen, ist aber dennoch ganz hübsch anzusehen. Wegen der situativen Hektik stellt sich auch ohne realistische Darstellung eine starke Immersion ein, über der man vollkommen vergisst, dass man eine VR-Brille im Gesicht sitzen hat.

Künstliche Fortbewegung gibt es nicht in Cook-Out, weshalb sich in dieser Sandwichbude niemand den Magen verderben sollte.

Die Weltkarte von Cook-Out.

Cook-Out bietet mehr als 50 Level, die sich über 18 Ortschaften verteilen. | Bild: Resolution Games

Fazit: Eine leichte, aber sättigende VR-Mahlzeit

Das Rezept des Studios geht auf: Cook-Out beruht auf einer witzigen Spielidee, die wunderbar die Stärken der Virtual Reality nutzt und von den Entwicklern gekonnt umgesetzt wurde.

Von der Comic-Grafik sollte man sich nicht täuschen lassen: Cook-Out ist ein anspruchsvolles Spiel, das ebenso als unterhaltsames Gehirntraining durchgehen kann. Es erfordert schnelle Informationsverarbeitung, ein gutes Gedächtnis, Koordination und Planung sowie eine Prise Geschicklichkeit und bringt jeden Spieler an die Grenzen seiner kognitiven Leistungsfähigkeit.

Die Imbissbudenhektik sorgt in Gruppen für fabelhaften Spielspaß, ermüdet jedoch nach spätestens einer Stunde, weshalb es sich vor allem als Partyspiel oder Adrenalinkick für Zwischendurch eignet.

Die Spielmechanik hat zwar Tiefe, kann jedoch nicht über den Umstand hinwegtäuschen, dass man stets die gleichen Handlungen vollführt. Wer saftige, kleine VR-Sandwiches mag, wird mit Cook-Out satt. Für ein spielerisches Drei-Gänge-Menü schaut man lieber woanders.

Cook-Out: A Sandwich Tale erscheint am 3. September für Oculus Quest und Oculus Rift und unterstützt Crossbuy und Crossplay.

Cook-Out wird euch gefallen, wenn ihr …

  • kurze, aber intensive VR-Spielesitzungen mögt
  • eure kognitive Leistungsfähigkeit auf den Prüfstand stellen wollt und
  • eine tolle Koop- oder Partyspielerfahrung sucht.

Cook-Out wird euch nicht gefallen, wenn ihr …

  • mit Casual-Spielen nichts anfangen könnt,
  • euch eine entspannende VR-Erfahrung ohne Zeitdruck wünscht oder
  • einen Titel sucht, der nur für Einzelspieler gemacht ist.

Cook-Out: A Sandwich Tale könnt ihr hier kaufen:

Unterstützte GerätePlattformPreis
Oculus QuestQuest Store19,99 Euro
Oculus Rift (S)Rift Store19,99 Euro
41,88 EUR
Oculus Quest All-in-one VR Gaming Headset – 64GB
2.644 Bewertungen
37,45 EUR
Oculus Quest All-in-one VR Gaming Headset – 128GB
2.644 Bewertungen

Letzte Aktualisierung am 23.09.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Titelbild: Resolution Games

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