Langfristig, so Oculus-Technikchef John Carmack, ersetzt die VR-Brille jeden anderen Screen. Besonders profitieren sollen Menschen in kleinen Wohnungen.

Im Podcast mit Joe Rogan räumt Oculus-Technikchef John Carmack ein, dass Virtual-Reality-Technologie noch nicht da ist, wo sie sein sollte: “Es gibt viele Herausforderungen wie die Auflösung oder den Komfort bei längerer Nutzung”, sagt Carmack.

Sollten die gelöst werden, dann glaubt Carmack, dass die VR-Brille alle anderen Screen-Technologien ablösen könnte: “Ob es das Smartphone ist, das Tablet, der TV, das Notebook, der PC – für all diese Geräte sollte es irgendwann flexiblere Screens in VR geben.”

Und weiter: “In VR sind nicht nur Erlebnisse möglich, die mit diesem Grad der Immersion für kein anderes Medium existieren, sondern VR sollte auch alles andere bieten, was die Leute heute mit Bildschirmen und Geräten machen.”

Der VR-Raum im Raum

Laut Carmack würden Oculus-Brillen nicht allein für Spiele genutzt: “Alle dachten, dass es bei VR nur um unglaubliche Spielerlebnisse geht, aber einige der populärsten Apps sind ziemlich konventionell wie Netflix, YouTube oder Amazon Prime.” Dieses Nutzungsverhalten gelte besonders für die Video-VR-Brille Oculus Go (Test).

Wer ein tolles Heimkino habe, profitiere vom virtuellen Kino nicht unbedingt, so Carmack. Aber wer in einer kleinen Wohnung in Tokio sitze, könne sich mit der VR-Brille in neue Umgebungen beamen, die zumindest visuell mehr Raum und Platz für riesige VR-Screens bieten.

Für dieses Potenzial von VR, in einen realen Raum einen zweiten, digitalen Raum zu legen, der anders aussieht und funktioniert als die echte Welt, gibt es zahlreiche Beispiele: eine Tischtennisplatte, die nur digital existiert, der Besuch von fotorealistisch eingescannten Orten oder ein Büro, das zum Gaming-Level wird.

Titelbild: Minecon (Screenshot bei YouTube)

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