Oculus Rift war zum Marktstart fast doppelt so teuer wie erwartet. Grund dafür war offenbar Oculus-CEO Brendan Iribe, der ein möglichst hochwertiges Produkt abliefern wollte.

Das schreibt Blake J. Harris’ in seinem Buch “The History of the Future: Oculus, Facebook, and the Revolution That Swept Virtual Reality” (Amazon-Link), in dem er die Geschichte des Startups mit hohem Detailgrad nachzeichnet.

Iribe habe nach der Facebook-Übernahme die Qualität der VR-Brille kontinuierlich steigern wollen, um ein “Produkt mit Facebook-Qualität” daraus zu machen. Das soll Palmer Luckey dem Ex-Oculus-Mitarbeiter Joe Chen als Grund für den hohen Preis genannt haben. Der Ehrgeiz des CEOs habe in einem Produkt geendet, dessen Kosten ungefähr doppelt so hoch waren wie ursprünglich geplant.

Palmer Luckey kam schlecht weg

“Anfang bis Mitte 2017 werden wir den Preis auf 350 bis 400 US-Dollar drücken können. Aber das spielt alles keine Rolle, weil ich trotzdem als Arsch dastehe”, soll Luckey zu Chen gesagt haben.

Der Oculus-Gründer wiederholte in den Jahren zuvor oft, wie wichtig ein tiefer Preis für die erste Endverbraucher-Version sei. “Wenn etwas sogar nur 600 US-Dollar kostet, dann spielt es keine Rolle, wie gut es ist. Es könnte ebenso gut nicht existieren”, sagte Luckey etwa im Juni 2013 gegenüber der Webseite All Things Digital. Und im September 2015 schätzte er den Preis gegenüber RoadtoVR auf circa 350 US-Dollar.

Anfang 2016 ließ Oculus die Bombe platzen und kündigte Oculus Rift für 599 US-Dollar an (699 Euro in Deutschland) – und das ohne die 3D-Controller Oculus Touch, die erst Ende des Jahres als sepa…

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