Nreals erste AR-Brille Light startet in Südkorea zusammen mit Samsungs Galaxy Note 20.

Der südkoreanische Mobilfunkanbieter LG Uplus bietet Nreals AR-Brille Light in zwei Varianten an: Die Standalone-Variante kostet umgerechnet circa 590 US-Dollar. In einem Bundle mit Samsungs neuem Galaxy Note 20 oder dem LG Velvet sowie einem 5G-Mobilfunkvertrag liegt die AR-Brille 50 Prozent günstiger bei knapp 300 US-Dollar. Verkaufsstart ist der 21. August, Vorbestellungen sind ab sofort möglich.

LG Uplus bietet das Gerät unter dem Namen “U+ Real Glass” an. Im Vergleich zur bunten Entwicklerversion ist die Verbraucherbrille in einem dezenten Schwarz gehalten.

Was macht Nreal mit 5G?

Das schnelle Smartphone ist der Zuspieler für die Brille, die per USB-C-Kabel angeschlossen wird. Brillenträger sollen mit Nreal Light beispielsweise Multimedia-Inhalte des Smartphones wie Fotos, Videos oder Webseiten auf einem größeren Digital-Screen ansehen.

Nreal Light bietet neben dieser 2D-Darstellung von Android-Apps auch 3D-Inhalte samt Raumtracking. Bedient wird die AR-Brille per Smartphone-App, ein Update soll Handtracking bringen.

Die koreanische Nreal Light hat das 5G sogar auf dem Brillenbügel stehen. Noch ist nicht klar, was die schnelle Datenverbindung der AR-Brille bringt. | Bild: Nreal

Die koreanische Nreal Light hat das 5G sogar auf dem Brillenbügel stehen. Noch ist nicht klar, was die schnelle Datenverbindung der AR-Brille bringt. | Bild: Nreal

Zum Start unterstützt Nreals AR-Brille Google Chrome, Facebook, Instagram und weitere beliebte Android-Apps. Per USB kann die Brille auch an einen PC angeschlossen werden und dient dort als Brillen-Monitor. Welche Inhalte über die 5G-Verbindung übertragen werden, ist noch nicht bekannt.

Das Display der Nreal-Brille löst stereoskopisch mit 1.920 x 1080 Pixel auf, die Sichtfeldweite liegt bei rund 52 Grad.

Verkaufsstart in Deutschland wohl mit der Telekom

In Deutschland ist die Telekom eine Technologiepartnerschaft mit Nreal eingegangen. Die Telekom könnte die AR-Brille als Aushängeschild für 5G-Anwendungsszenarien vermarkten, ähnlich wie es LG Uplus und Samung in Korea vormachen.

Die Nreal-Brille kommt mit einer Linsenabdeckung, durch die man die AR-Brille in eine Art VR-Modus schalten kann, beispielsweise um besser Filme anzusehen. | Bild: Nreal

Die Nreal-Brille kommt mit einer Linsenabdeckung, durch die man die AR-Brille in eine Art VR-Modus schalten kann, beispielsweise um besser Filme anzusehen. | Bild: Nreal

Laut der Telekom handelt es sich bei der Kooperation mit Nreal um den Versuch, “Mixed Reality in den Massenmarkt zu bringen”. Die Telekom fördert Nreal-Light-Entwickler seit Ende Mai im eigenen Tech-Inkubator “Hubraum”. Spiele und Events seien zwei mögliche Anwendungsbereiche.

Seit Ende Mai unterstützt Nreals Entwicklerumgebung Multinutzer-Apps für mehrere Brillenträger gleichzeitig, wäre somit fit für lokale und vernetzte Telepräsenz- und Kollaborations-Software oder Mehrspieler-Games.

Nreal will laut eigenen Angaben in diesem Jahr rund eine Million AR-Brillen produzieren.

Via: Twitter

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