Der Marktstart der AR-Brille Nreal Light ist nicht mehr weit. Das Startup geht mit der Zeit und bietet demnächst Unterstützung für Handtracking.

Kabetec VR-Brille

Microsoft Hololens, Magic Leap 1 und Oculus Quest: Sie alle bieten Handtracking. Jetzt zieht Nreal mit Unterstützung des Startups Clay AIR nach und integriert Handtracking ins eigene 3D-Betriebssystem Nebula.

Clay AIR entwickelt einen plattformunabhängigen Standard für Handtracking. Das Computer-Vision-System analysiert die Bilder der in Nreal Light verbauten Kameras und erfasst in Echtzeit Hände und Finger mittels trainierter KI-Algorithmen. Dabei werden Zeige-, Wisch-, Greif- und Zoomgesten erkannt.

Die AR-Brille wird standardmäßig mit dem per USB-C-Kabel gekoppelten Smartphone bedient. Das Telefon zeigt Brillenmenüs auf dem Display an und dient zugleich als Dreh- und Zeigecontroller mit drei Freiheitsgraden. Das Handtracking soll die Bedienung der Augmented-Reality-Brille weiter vereinfachen.

Native Android-Apps mit den Händen bedienen

Für flüssiges Handtracking muss das gekoppelte Smartphone einen Snapdragon-Chip 855 oder 865 verbaut haben. Der zusätzliche Energieverbrauch soll marginal sein. Der Chiphersteller Qualcomm und Clay Air arbeiten seit längerem zusammen, um das Handtracking für Snapdragon-Chips zu optimieren.

Die neue Funktion wird als Bestandteil des SDK zeitnah veröffentlicht. Die Handerfassung soll leicht für native Android-Apps aktiviert werden können, sodass man Anwendung wie Facebook, Spotify und Netflix per Handtracking wird bedienen können.

Nreal Light erscheint voraussichtlich im zweiten Quartal 2020 und soll 500 US-Dollar kosten.

Titelbild: Nreal

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