Nreals Datebrille Light ist noch gar nicht auf dem Markt, da kündigt der Hersteller schon das erste Hardware-Upgrade an.

Gemeinsam mit dem chinesischen Hersteller 7invensun möchte Nreal ein Eye-Tracking-System in die Datenbrille Light integrieren. 7invensun stellte in der Vergangenheit unter anderem ein nachrüstbares Eye-Tracking-System für HTCs Vive-VR-Brillen vor.

| nreal eye tracking

Dank Eye-Tracking kann die AR-Brille laut Nreal Augenbwegungen für die Interaktion mit Menüs und generell AR-Anwendungen auswerten. Ergänzend oder alternativ dazu kann die Nreal-Brille über ein verkabeltes Smartphone gesteuert werden, das dank standardmäßig integrierter Bewegungssensoren als 3DoF-Controller und Pointer zweckentfremdet wird. Gemeinsam mit dem Hersteller Black Shark will Nreal außerdem ein AR-Steuerungskit speziell für AR-Games anbieten.

Nreal-Chef Chi Xu ist sich noch nicht sicher, welche der Eingabemethoden zum neuen Standard-Interface wird – wahrscheinlich werde es eine Mischung.

Nebula wird Nreals Spatial OS

Auf der CES 2020 stellte Nreal erstmals Nebula vor, ein 3D-Betriebssystem, mit dem Brillenträger Bedienelemente räumlich in ihrer Umgebung anordnen können. Wurde eine App einmal einem festen Platz zugewiesen, soll sie dauerhaft an diesem verankert sein. Mehrere Nutzer können ihren App-Raum miteinander teilen oder ihn alleine in einem privaten Modus verwenden.

Mit dem 3D-Betriebssystem Nebula sollen AR-Brillenträger verschiedene Bedienelemente in die reale Umgebung einbetten können. Bild: Nreal

Mit dem 3D-Betriebssystem Nebula sollen AR-Brillenträger verschiedene Bedienelemente in die reale Umgebung einbetten können. Bild: Nreal

Über Nebula sollen Nutzer außerdem Zugriff auf traditionelle Android-Apps haben wie Facebook und YouTube. Diese werden dann in der AR-Brille in einem digitalen Fenster angezeigt.

Nreal kündigt weiter die AR-Shopping-App Portal an, die gemeinsam mit Partnern entwickelt wird. Sie soll aus dem Wohnzimmer einen virtuellen Laden machen, in dem man neue Kleidungsstücke digital begutachten und Mode erleben kann.

Nreal-Chef Chi Xu jedenfalls ist zuversichtlich, dass sich sein Unternehmen auf einem guten Weg befindet und mit einer Smartphone-gebundenen AR-Brille im ersten Aufschlag die richtige Strategie gewählt hat: “Wenn wir die zehn besten Anwendungsszenarien finden, die sich mit einer Brille viel besser anfühlen als mit dem Smartphone, dann wird es größer und größer. Irgendwann merkt man dann, dass man das Smartphone gar nicht mehr braucht”, sagt Xu. Dieser fließende Übergang könne laut Xu in den nächsten fünf Jahren stattfinden.

Nreal startete im Dezember den freien Verkauf der Entwicklerversion der AR-Brille “Light”: Sie kostet samt Taschencomputer und Controller rund 1.200 US-Dollar. Die Nreal-Verbraucherversion ohne Taschencomputer soll im ersten Halbjahr 2020 für knapp 500 US-Dollar erscheinen. Nutzer können sie via USB-C mit einem schnellen Smartphone oder dem PC verbinden.

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