News der Woche: OpenAIs GPT-3 ist zu ungefährlich für die Nicht-Veröffentlichung

News der Woche: OpenAIs GPT-3 ist zu ungefährlich für die Nicht-Veröffentlichung

Zurück in die Computerzukunft von vor circa sieben Tagen: OpenAI erweitert den Zugang zu mächtiger Sprach-KI-Technologie, Google setzt auf Ambient Computing statt aufs Metaverse, das Meta sogar schon anfassen will. Und ihr mögt doch Hundebabys, oder? Weil gute Titelbilder für Sprach-KI-Überschriften sind wirklich rar (nicht vorhanden).

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Na endlich: GPT-3 für alle

Im Februar 2019 war OpenAI die Sprach-KI GPT-2 noch „zu gefährlich“ für eine weitläufige Veröffentlichung. Das KI-Unternehmen fürchtete unter anderem die Automatisierung von Fake News und Hatespeech. Jetzt jedoch rollt das viel leistungsfähigere Nachfolgemodell GPT-3 in diesen Tagen für jedermann aus. Die Programmier-KI Codex gibt’s noch dazu.

Wie passt das zusammen? War die „zu gefährlich“-Aussage anno 2019 nur ein PR-Gag für klickstarke Schlagzeilen? Eher nicht: Eine aufrichtige gemeinte Vorsicht darf man den OpenAI-Verantwortlichen abnehmen. Was sich seit damals geändert hat, und so begründet OpenAI auch den jetzt recht offenen Zugang zur GPT-3-API, sind die besseren Sicherheitsmechanismen, die einen Missbrauch der Sprach-KI verhindern sollen.

Und natürlich wächst der kommerzielle Druck, etwa weil OpenAI-Partner Microsoft GPT-3 über die Azure Cloud an Unternehmen verkauft oder Nvidia mit NeMo Megatron in den Sprach-KI-Markt drängt. Die Welle rollt also mit oder ohne OpenAI los – da kann das Unternehmen ebenso gut an Bord sein und eigene Sicherheitsstandards setzen.

Sicherheitsstandards, die dringend nötig sind, wenn es nach dem Historiker und Intellektuellen Yuval Noah Harari geht. Er warnt vor unkontrollierter Künstlicher Intelligenz, die „Menschen hackt“, da sie mehr über eine Person weiß, verarbeitet und Entscheidungen für sie trifft als die Person selbst. In diesem Kontext begrüßt Harari sicher den Vorstoß britischer Politiker:innen, KI-Tracking am Arbeitsplatz zu regulieren.

Ambient Computing (Sundar ist Fan) vs. Metaverse (Meta-Mark ist Fan)

Bleiben wir noch kurz bei Wellen: Zuckerbergs Metaverse-Fantasie samt Namenswechsel setzt ebenfalls eine große Welle in Gang, die viele Unternehmen ins Schaukeln bringt. Während der Berichtssaison äußerten sich die CEOs, CTOs, CFOs und XYZOs diverser Firmen mehr oder weniger freiwillig zu einer möglichen Metaverse-Zukunft und wie sich diese wohl auf die eigenen Geschäftsmodelle auswirken könnte. Dass dabei noch ziemliche Uneinigkeit herrscht, was das Metaverse überhaupt werden soll (oder schon ist), zeigen diese Metaverse Definitionen und eine Zusammenfassung bei CNBC.

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Blickt man insbesondere auf die Tech-Riesen, dann fällt auf, dass Google-Chef Sundar Pichai elegant an einem Virtual Reality-Metaverse vorbei tänzelt: Der dominante KI-Konzern sieht die Tech-Zukunft eher im Ambient Computing und hier speziell bei Computergesprächen – mit etwas Augmented Reality für die visuelle Komponente.

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Meta gibt derweil bei Metaverse-Hardware weiter Vollgas und stellte diese Woche den Stand der Forschung bei VR-Handschuhen vor: In die Läden kommt das demonstrierte Hightech-Eingabegerät zwar noch lange nicht, aber das macht es nicht weniger 😮.

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Meta-Mark hat Spaß mit seiner virtuellen Hand.| Bild: Meta / Mark Zuckerberg

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