Wie Google und Epic übers Metaverse denken

Wie Google und Epic übers Metaverse denken

Epic-Chef Tim Sweeney gilt als Metaverse-Verfechter und sieht es als digitalen, sozialen Ort für Unterhaltung. Google-Chef Sundar Pichai denkt in eine andere Richtung.

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Meta-Chef Mark Zuckerberg hat im großen Stil mit dem Metaverse-Hype angefangen und den Rest der Tech-Branche unter Zugzwang gestellt: Aufspringen auf den Metaverse-Zug oder eine alternative Vision vorstellen für das Internet der Zukunft? Einige Metaverse-Definitionen von Industriegrößen findet ihr hinter dem Link.

Epic-Chef Tim Sweeney sieht das Metaverse als Social-Spaßplattform

Zuckerberg hat das Metaverse zwar ins öffentliche Rampenlicht gezerrt, aber Epic-Chef Tim Sweeney spricht schon seit Jahren darüber. Bereits 2016, als Facebook mit VR so richtig startete, echauffierte er sich, dass Facebook das Metaverse nicht kontrollieren dürfe. Im Mai 2017 prognostizierte Sweeney, dass das VR-3D-Metaverse „noch drei Jahre“ entfernt sei.

Sweeneys 2017er-Vision hat sich zwar nicht erfüllt, aber seine Ansätze sind zumindest gereift: Für Sweeney sind 3D-Social-Entertainment-Welten wie „Fortnite“, „Roblox“ oder „PlayerUnknown’s Battlegrounds“ Beispiele für Metaversen, sagt der Epic-Chef zu Bloomberg.

Jetzt ginge es um schnelles Wachstum: „Die nächsten drei Jahre werden für alle aufstrebenden Metaverse-Firmen wie Epic, Roblox, Microsoft und Facebook entscheidend sein. Es ist eine Art Wettlauf, um eine Milliarde Nutzer zu erreichen, und wer zuerst eine Milliarde Nutzer hat, ist der vermeintliche Anführer, der die Standards setzt.“

Mit dem 3D-Baukasten Unreal seiner Firma Epic will Sweeney die Bausteine fürs Metaverse liefern, das laut Sweeney in den nächsten Jahrzehnten ein „billionenschwerer Teil der Weltwirtschaft“ werden könne.

Sicher ist sich Sweeney, dass das Metaverse keiner einzelnen Firma zugeschrieben werden kann: „Das Metaverse ist ein Begriff wie das Internet. Kein Unternehmen kann es besitzen.“

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Google setzt auf Ambient Computing und ein wenig AR

Google-Chef Sundar Pichai hingegen meidet die Metaverse-Debatte weiter. Er sei gespannt „auf die Zukunft immersiver Computer, Ambient Computing und Augmented Reality“, die zur Evolution des Internets gehöre und nicht einem einzelnen Unternehmen.

Das Metaverse sieht Pichai ähnlich wie Niantic-Chef John Hanke als immersive Augmented Reality-Erweiterung aktueller Computersysteme, auch für virtuelle interaktive Welten sieht er Anwendungsszenarien. Google gründete kürzlich Google Labs, die AR, VR, Ambient Computing und generell neue Computertechnologie bündeln sollen.

Potenzial für Weiterentwicklung von Googles Geschäftsmodell sieht Pichai insbesondere bei Unterhaltungen mit Computern und „multimodale Erfahrungen“ über die Google Suche – also letztlich die nächste Evolutionsstufe von Googles aktuellem Kernprodukt Suche.

„Die Menschen werden radikal mehr Gesprächserlebnisse wollen. Sie werden das wollen, was wir multimodale Erfahrungen nennen. Sie können mit der Suche sprechen. Sie schauen sich etwas an und fragen, was die passende Information ist. Die Fähigkeit, sich an all das anzupassen und die Suche weiterzuentwickeln, wird auch in Zukunft die größte Chance sein.“

Weiterlesen über Google:

Quelle: Bloomberg 1 (Epic), Bloomberg 2 (Google)