Messenger Rooms: Facebook macht Zoom und Co. Konkurrenz

Messenger Rooms: Facebook macht Zoom und Co. Konkurrenz

Mit der neuen App "Messenger Rooms" will Facebook vom Videokonferenz-Boom profitieren. Augmented Reality ist schon integriert, VR-Telepräsenz bleibt ein Zukunftsthema.

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Für eine ganze Weile würden uns Remote-Arbeit und -Leben jetzt begleiten, sagt Facebook-Chef Mark Zuckerberg, und kündigt Facebooks Plattform für Videopräsenz an: Messenger Rooms soll Menschen während und nach der Pandemie helfen, besser in Kontakt zu bleiben.

Laut Facebook laufen derzeit täglich rund 700 Millionen Anrufe über den Messenger und WhatsApp. Mit der Rooms-Integration in den Messenger sollen es noch mehr werden: Bis zu 50 Menschen können sich gleichzeitig in einen Raum einwählen und sich via Audio und Video unterhalten.

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Die Idee ist, dass sie sich dauerhaft im Raum aufhalten - eher so wie in einem gemeinsamen Zimmer oder Büro als in einem Meeting.

Die aus dem Messenger bekannten Funktionen und AR-Filter stehen dabei wie gewohnt zur Verfügung und werden erweitert: Beispielsweise soll Augmented Reality helfen, dunkle Räume aufzuhellen oder das bleiche, vom Sauerstoff- und Sonnenlichtmangel gezeichnete Quarantäne-Gesicht etwas lebendiger wirken zu lassen. Hintergründe sind austauschbar, sogar in ein 360-Grad-Bild mit "immersivem Rundumblick".

Die Videoanrufe in Rooms bieten im Unterschied zu WhatsApp-Telefonaten derzeit keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Laut Zuckerberg schneidet Facebook Rooms-Gespräche nicht mit.

Rooms soll ab sofort fast weltweit im Facebook Messenger zur Verfügung stehen. In der Facebook App wird der Rollout über mehrere Wochen laufen.

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Facebook wertet auch die restlichen eigenen Video-Services auf: Bei WhatsApp werden Gruppenanrufe auf bis zu acht Personen erweitert, außerdem gibt es neue Live-Formate bei Facebook, Instagram und Portal. Mit Live With beispielsweise können zwei Nutzer gemeinsam bei Facebook einen Livestream starten.

Telepräsenz mit VR: Aufgehoben ist nicht aufgeschoben

Facebook investierte in den letzten rund fünf Jahren Milliarden US-Dollar in VR und AR mit der Überzeugung, dass in den beiden Technologien mehr Nähe-Potenzial steckt als in einem Telefon- oder Videoanruf.

Mit den Oculus-Brillen hat Facebook passende Endgeräte am Markt für einen VR-Telepräsenz-Push, wie ihn beispielsweise HTC mit Vive Events versucht. Allerdings vermarktet Facebook die Brillen derzeit fast nur an Gamer und Tech-Nerds. Mehr gibt der klobige Formfaktor der Geräte kaum her.

Außerdem fehlt Facebook derzeit eine gute XR-Telepräsenz-Software. Der VR-Messenger Spaces wurde letztes Jahr eingestellt, die Nachfolge-Software Horizon ist noch nicht öffentlich verfügbar. "Heute hilft uns Video, Distanzen zu überbrücken. In der Zukunft werden es immersivere Plattformen wie VR und AR", heißt es in Facebooks Rooms-Ankündigung.

https://www.youtube.com/watch?v=Is8eXZco46Q

Zuckerberg hat laut eigenen Angaben kürzlich ein Manager-Meeting in VR durchgeführt: "Obwohl Videopräsenz reifer ist als VR, bietet VR ein besonderes Raumgefühl. Ich stehe meinem Kollegen Stan gegenüber und höre, aus welcher Richtung er mich anspricht. In gewisser Hinsicht fühlt sich das viel realer an", sagt Zuckerberg zu The Verge. "Ich glaube, dass es Dinge gibt, zu denen wir im Laufe der Zeit kommen werden. Die Video-Präsenz ist nicht das Ende der Fahnenstange."

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