Kann sich Magic Leap langfristig am Markt halten? Zweifel sind nachvollziehbar, doch Magic-Leap-Gründer Rony Abovitz teilt sie freilich nicht.

Magic Leaps Zukunft ist unklar, weil das Unternehmen aus eigener Kraft auf absehbare Zeit kaum Umsatz wird generieren können. Weltweit interessieren sich vielleicht einige Tausend Menschen für die AR-Brille Magic Leap One, vornehmlich Entwickler und Agenturen.

Magic Leap vermarktet die AR-Brille zwar dezent in Richtung Endverbraucher, doch diese Zielgruppe existiert im Grunde nicht: Als Smartphone-Ersatz oder Entertainment-Gerät müsste Magic Leap One viel günstiger, viel hübscher und viel nützlicher werden.

Bis dieser Punkt erreicht ist – falls er überhaupt erreicht wird – dürften noch Jahre vergehen. Der Fahrplan für die technische Fortentwicklung von AR-Brillen ist von außen betrachtet einigermaßen diffus. Eine rein lineare Weiterentwicklung wird wohl nicht reichen, es braucht Heureka-Momente insbesondere bei der Displaytechnologie.

Zusätzlich hat Magic Leap im womöglich lukrativen B2B-Markt mit Microsofts Hololens 2 (alle Infos) einen beinahe übermächtigen Konkurrenten, der dem AR-Startup Ende 2018 auch noch einen finanziell attraktiven Deal mit dem US-Militär wegschnappte.

Der AR-Markt “ist ein Spielbrett”

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