Die neueste Version von Google Glass richtet sich wie gehabt an Industriekunden. Interessant ist, dass sich der interne Projektstatus verändert hat.

Denn die Datenbrille gilt ab sofort nicht mehr als Moonshot-Projekt der Google-X-Abteilung, sondern wird zukünftig von Googles AR- und VR-Team betreut und weiterentwickelt.

Damit einher geht der Marktstart der Glass Enterprise Edition 2: Das neue Modell ähnelt auf den ersten Blick dem Vorgänger, bietet allerdings neu einen leistungsfähigen XR1-Prozessor von Qualcomm.

Den Spezialchip für VR und AR stellte Qualcomm erstmals im vergangenen Mai vor: Er bricht keine Geschwindigkeitsrekorde, ist dafür aber laut Qualcomm optimiert für KI-Berechnungen bei einem geringen Batterieverbrauch und einer hohen Wärmeeffizienz – allesamt kritische Punkte für eine Datenbrille.

Gerade die KI-Beschleunigung könnte Google helfen, Objekt- und Bilderkennung mit der in die Brille integrierten Kamera anzubieten, zum Beispiel mit Google Lens.

Bessere Kamera, ähnliches Display

Die Kamera selbst bietet jetzt neu 720p Video, die Fotoauflösung konnte Google von fünf auf acht Megapixel verbessern. Ebenfalls neu sind ein USB-C-Anschluss, kürzere Ladezeiten sowie Unterstützung für Bluetooth und Wi-Fi 5.

Der Akku hält laut Google rund acht Stunden. Glass 2 läuft auf Android-Basis, das soll Entwicklern die Programmierung erleichtern. Ein neues Brillengestell soll die Sicherheitsbedingungen an mehr Arbeitsplätzen erfüllen.

Keine Fortschritte gibt’s hingegen beim Display: Frühere Modelle boten eine Auflösung von 640 mal 360 Pixel, das Display in Glass 2 ist laut Google “ähnlich”.

Die Preisempfehlung für Glass Enterprise Edition 2 liegt bei 1.000 US-Dollar. Bestellungen nimmt Google ab sofort über die eigene Webseite entgegen.

Quelle: Google; Titelbild: Google

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