AR-Tüftler von Combine Reality wollen eine günstige und leistungsfähige AR-Brille für Entwickler bauen. Eine Kickstarter-Kampagne beginnt demnächst.

Die AR-Brille mit dem sperrigen Namen “CR Deck Mk.1” ist keine komplette Eigenentwicklung. Die Blaupause für das Gerät entstammt Project Northstar, einem frei verfügbaren AR-Brillenbauplan des Handtrackingspezialisten Leap Motion (heute: Ultraleap), der im Frühjahr 2018 erstmals vorgestellt und Anfang 2019 generalüberholt wurde.

CR Deck Mk.1 Bild 1

Ein Renderbild der AR-Brille. | BILD: Combine Reality

Weil die Herstellung der Northstar-Brille relativ komplex und nicht gerade billig ist, will Combine Reality eine optimierte, einsatzfertige Version der AR-Brille verkaufen und damit Entwicklern den Zugang zu fortschrittlicher AR-Hardware erleichtern.

Rund eineinhalb Jahre tüftelte Combine Reality an seinem AR-Gerät, das im Spritzgussverfahren hergestellt und demnächst via Kickstarter verkauft werden soll. Der Preis und das Lieferdatum sind unbekannt.

Voraussichtlich weites Sichtfeld

Die AR-Brille wird wie Project Northstar Open Source sein, eine Unity- und SteamVR-Integration bieten und ein Ultraleap-Modul für fortschrittliches Handtracking verbaut haben.

Das Display soll mit 1.440 x 1.600 Bildpunkten pro Auge auflösen und eine Bildwiederholrate von 120 Hertz bieten. Die Northstar-Brille bietet ein für AR-Verhältnisse außergewöhnlich großes Sichtfeld von circa 100 Grad, das der CR Deck Mk.1 erhalten bleiben dürfte.

Auf Twitter zeigen die Tüftler bereits Entwürfe für den Nachfolger Mk.2, der Intels Inside-Out-Trackingmodul Realsense verbaut hat. Combine Reality deutet an, dass Mk.2 ebenfalls Bestandteil der Kickstarter-Kampagne werden wird.

Wer sich auf dem Laufenden halten will, kann von Zeit zu Zeit in den Blog des Start-ups schauen und sich auf der offiziellen Internetseite für den Newsletter anmelden. Dort gibt es zudem Kits und Anleitungen für den Eigenbau von Northstar-Brillen.

Titelbild: Combine Reality

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