Cambria-Controller: Mit „HD-Haptik“ & Quest-2-kompatibel? – Bericht

Cambria-Controller: Mit „HD-Haptik“ & Quest-2-kompatibel? – Bericht

Cambria erscheint mit brandneuen VR-Controllern. Über die war bislang kaum etwas bekannt. Ein Leak bringt neue Einzelheiten ans Licht.

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Bereits bekannt war, dass die VR-Controller sich mittels integrierter Kameras eigenständig tracken.

Das hat mehrere Vorteile. Zum einen werden die raumgreifenden Trackingringe überflüssig, wodurch die Controller weniger Platz beanspruchen und sich nicht mehr gegenseitig in die Quere kommen. Zum anderen wird das Trackingvolumen größer. Führt man in die Controller hinter den Rücken, sollte das Tracking nicht mehr versagen. So jedenfalls die Theorie.

Das Headset und die Controller werden einem älteren Video-Leak zufolge per mitgelieferter Dockingstation geladen. Der Akku wird demnach fest verbaut sein, anders als bei den Quest-2-Controllern, bei denen sich die Batterie austauschen lässt.

Metas Technikchef Andrew Bosworth bezeichnete die Virtual-Reality-Controller vor ein paar Wochen als „ziemlich ernsthaftes Upgrade„, ohne auf technische Einzelheiten einzugehen. Nachdem der Hardware-Analyst Brad Lynch vor kurzem behauptet hatte, dass Cambria ohne Controller launcht, bestätigte Bosworth kurz darauf, dass die Eingabegeräte mit Cambria herauskommen.

In einem neuen Bericht erklärt Lynch, weshalb seine Quellen falsch lagen und leakt die Baupläne sowie weitere technische Einzelheiten der Controller.

Wie immer bei Leaks sollte man die Informationen mit Vorsicht genießen. Insider-Informationen können ungenau, überholt oder schlicht falsch sein.

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Neue Controller: Meta arbeitet angeblich an Quest-2-Kompatibilität

Laut Lynch erwog Meta, die Controller und Dockingstation separat zu verkaufen, entweder zum Launch oder zu einem späteren Zeitpunkt.

Einer der Hintergedanken war, den Einstiegspreis von Cambria zu senken, insbesondere im Hinblick darauf, dass das Handtracking immer besser wird. Headsets ohne Controller auszuliefern: mit einem solchen Gedanken spielt Meta schon länger.

Lynch nennt einen weiteren Grund für einen potenziellen späteren Launch der Controller: Lockdowns chinesischer Fabriken hätten dazu geführt, dass es zu einer Verspätung der Controller-Produktion kam, wodurch sich der Cambria-Launch leicht verschob.

Bauplan des Starles-Controller zeigt große Batterie.

Auf diesem Bild gut zu sehen: Eine IR-Trackingkamera und der Akku. | Bild: Brad Lynch / Meta

Die größte Verlangsamung sei jedoch durch eine angeblich geplante Quest-2-Unterstützung zustande kommen, sagen Lynchs Quellen. Meta soll mit Hochdruck daran arbeiten, die neuen, stark verbesserten Controller mit Meta Quest 2 kompatibel zu machen. Einige schwierige Probleme seien gelöst, andere noch nicht.

Die Quellen bestätigen nicht, dass die Controller und Dockingstation tatsächlich separat verkauft und mit Meta Quest 2 funktionieren werden. Falls sich Meta dazu entschließt, solle der Preis bei 300 US-Dollar liegen.

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Starlet: Großes Haptik-Upgrade

Anfang Juni leakte Lynch die Baupläne des Cambria-Headsets. Nun folgen die Baupläne der Starlet-Controller.

Lynch zufolge haben die Geräte jeweils drei Infrarotkameras für autarkes Raumtracking, einen Qualcomm-SoC sowie einen Akku mit einer Kapazität von 3.200 mAH verbaut. Auf einem der Zeichnungen sieht man die für den Ladevorgang erforderlichen Kontakte.

Die Controller bieten laut Lynch besonders hochwertige Haptik. Unter den Triggertasten, der Daumenablage und dem Griff sei jeweils ein spezieller Aktuator verbaut – für reaktive Vibrationen, Pinching-Feedback und hochwertige Vibrationshaptik (in dieser Reihenfolge).

Neuartiger Drucksensor

Ein weiteres neues Feature, das Lynch entdeckte, ist ein Drucksensor an der Spitze des Griffs, der ein realistischeres oder präziseres Zeichnen auf einer festen Oberfläche erlauben soll.

Das liegt nahe: Cambria wird bekanntlich als Arbeitsbrille vermarktet, mit Horizon Workrooms als zentraler App. In den virtuellen Meetings kann man auf Tafeln und Whiteboards zeichnen, indem man den Quest-2-Controller verkehrt hält und mit der Spitze des Griffs zeichnet. Ein Drucksensor könnte diese Funktionalität verbessern.

Lynch will gehört haben, dass der Griff spezielle Aufsätze unterstützen könnte, zum Beispiel für Stylus-Spitzen. Dieses Feature könnte Drittherstellern erlauben, spezielles Zubehör für die Controller zu entwickeln.

Nachfolgend nochmals die von Lynch genannten technischen Eigenschaften und wichtigsten Fakten zu den Starlet-Controllern:

  • Qualcomm 662 SoC
  • 3 IR-Kameras für autarkes 6-DoF-Tracking
  • Wiederaufladbare/Fest verbaute Batterie mit einer Ladekapazität von 3200 mAh
  • HD-Haptik (mehrere Aktuatoren pro Griff)
  • Drucksensor
  • Wesentlich schwerer als die Quest-2-Controller
  • Erscheinen mit Cambria
  • Erscheinen separat mit Ladestation (Preis: 300 US-Dollar)

Alle Infos zu Cambria selbst findet ihr in unserem Cambria Info-Artikel.