Cambria: Metas neue VR-Brille soll Laptops ersetzen

Cambria: Metas neue VR-Brille soll Laptops ersetzen

Metas nächste VR-Brille soll eines Tages die klassische Arbeitsumgebung ersetzen, sagt CEO Mark Zuckerberg gegenüber Investoren.

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Während Meta Quest 2 erste Erfolge als Spielkonsole feiert, schaut Zuckerberg schon in die Zukunft. Damit VR und AR die enormen Investitionen seitens Meta rechtfertigen, müssen sie im Alltag der Menschen ankommen. Und welche Tätigkeit prägt den Alltag am stärksten? Richtig: Arbeit.

In keinem anderen Lebensbereich kann VR- und AR-Technologie besser beweisen, dass sie mehr ist als eine vorübergehende Mode und den Rang einer neuen Computerplattform hat.

Könnten VR- und AR-Brillen eines Tages herkömmliche Arbeitsgeräte ersetzen, käme das einer technischen Revolution gleich, die vergleichbar wäre mit dem Aufkommen des Personal Computers oder Smartphones. Meta könnte sich aus dem Würgegriff der Ökosysteme Googles und Apples befreien und wieder ganz vorne mitspielen. So weit Zuckerbergs Kalkül.

Arbeiten in VR: Zuerst Software, jetzt Hardware

Arbeit als Killer-App der Virtual und Augmented Reality? Ein solcher Vorstoß wäre weder neu noch überraschend. Metas Visionär und Forschungschef Michael Abrash spricht seit Jahren vom virtuellen Büro als dem Endziel der VR- und AR-Entwicklung.

Die ersten Bemühungen haben sich bereits konkretisiert: Unter dem Codenamen Infinite Office rollen seit längerem Features für Meta Quest 2 aus, die das produktive Arbeiten in Virtual Reality erleichtern sollen.

Der nächste große Schritt in diese Richtung wird wohl eine Hardware werden: Project Cambria (Infos). Metas kommende VR-Brille stellt eine neue Produktreihe dar, die mit neuen Technologien vollgestopft ist und sich an Enthusiasten und Profis richtet. Cambria wird stärker als Meta Quest 2 als Allzweckgerät vermarktet und teuer als die VR-Spielkonsole sein.

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Cambria: Metas Arbeitsbrille?

Zuckerberg stellte anlässlich der jüngsten Investorenkonferenz die Fähigkeiten der neuen Hardware heraus und beschreibt Cambria als ein Gerät, „das sich mehr auf Arbeitsanwendungen konzentriert und darauf, irgendwann den Laptop oder die Arbeitsumgebung zu ersetzen“. In diesem Zusammenhang betont er die „verbesserte Ergonomie“ und den neuen Passthrough-Modus, der die virtuelle und physische Welt nahtlos verschmelzen lassen soll.

Zuckerbergs Äußerungen sind bemerkenswert, weil sie Cambria stärker als zuvor in den Kontext der Arbeit rücken. Das Unternehmen äußerte sich seit der kurzen Ankündigung vor einem halben Jahr kaum mehr zu dem Gerät. Damals wurden die technischen Features herausgestellt und Produktivität wurde gleichberechtigt neben anderen Anwendungsszenarien wie soziale Interaktion und Fitness gezeigt.

Video-Leaks aus dem letzten Jahr sowie Gerüchte um ein neues Interface deuten jedoch darauf hin, dass Meta mit Cambria das Projekt eines VR-Arbeitscomputers verfolgt, der in Zukunft herkömmlichen Arbeitsgeräten wie Laptops Konkurrenz machen soll.

Eine richtige Vorstellung des Geräts wird wohl noch länger auf sich warten lassen. Die diesjährige F8 hat Meta abgesagt und laut Zuckerberg wird das Unternehmen erst „in den kommenden Monaten“ neue Einzelheiten über Project Cambria verraten. Ein Launch im Herbst auf der Connect 2022 oder kurz danach wird damit immer wahrscheinlicher.

Quellen: Mark Zuckerberg @ Facebook