Weites Sichtfeld: Meta-Technikchef erklärt, weshalb es so bald nicht kommt

Weites Sichtfeld: Meta-Technikchef erklärt, weshalb es so bald nicht kommt

Während sich andere Hersteller um ein weites Sichtfeld bemühen, sträubt sich Meta bislang dagegen. Der Technikchef sagt, weshalb.

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Das Sichtfeld ist ohne Frage wichtig für Immersion. Uneinigkeit herrscht bei der Frage, wie weit das Sichtfeld sein muss. Während Enthusiasten auf ein Sichtfeld von 170 Grad oder mehr schwören, gibt sich die breite Masse mit den handelsüblichen 100 Grad zufrieden. Das ist sehr viel schmaler als das menschliche Sichtfeld, aber zweckdienlich und vor allem erschwinglich.

Die Pimax-Geräte sind bekannt für ihr weites Sichtfeld von bis zu 200 Grad, aber haben mit Verzerrung an der Sichtfeldperipherie zu kämpfen. Die XTAL 3 bietet verzerrungsfreie 180 Grad, aber kostet so viel wie ein Gebrauchtwagen. Und dann gibt es noch die Valve Index (Test), die das Sichtfeld auf bis zu 130 Grad erweitert und einen vierstelligen Eurobetrag kostet.

Weites Sichtfeld: „Nicht der richtige Kompromiss“

Kein großes Thema ist das Sichtfeld für Meta: Seit der ersten kommerziellen VR-Brille, der Oculus Rift (2016), ist es mehr oder weniger gleich geblieben und beträgt je nach Messmethode zwischen 90 und 110 Grad. Und das dürfte sich so bald auch nicht ändern. In seiner jüngsten Frage-und-Antwort-Runde auf Instagram sagt Metas Technikchef Andrew Bosworth, weshalb.

„Das Sichtfeld zu vergrößern, hat einen hohen Preis. Du fügst sehr viele Pixel hinzu, die sich an der Periphere befinden und als solche nicht sehr nützlich sind, aber genauso viel Leistung kosten. Bisher fühlt es sich nicht wie der richtige Kompromiss an.“

Bei der von Entwicklung von Headsets spielen viele Faktoren wie Form und Größe, Gewicht, Leistungsfähigkeit und Abwärme eine Rolle, wie Bosworth immer wieder herausstellt. Verbessert man einen Faktor, geht das auf Kosten eines anderen. Bei dieser gnadenlosen Kosten-Nutzen-Abwägung zieht das Sichtfeld bislang den Kürzeren.

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Sichtfeldvergrößerung: Besser höher statt weiter

Sollte sich Meta entscheiden, eines Tages doch in ein größeres Sichtfeld zu investieren, dann könnte es vertikal statt horizontal wachsen. Zumindest gefiele das Bosworth so.

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„Ein wirklich hohes Sichtfeld ist aus irgendeinem Grund viel immersiver. Ich hatte das Gefühl, am Rande einer Klippe zu stehen“, sagt Bosworth, der Geräte mit großem Sichtfeld ausprobiert hat.

Der Leiter der Reality Labs sagte außerdem Folgendes in der Frage-und-Antwort-Runde:

  • Meta arbeitet an einer für Handtracking optimierten Nutzeroberfläche für Quest und Cambria.
  • Pancake-Linsen, wie sie in Cambria zum Einsatz kommen, ermöglichen eine kompaktere Headset-Bauform, haben jedoch auch Nachteile. Da das Licht vielfach gefaltet wird, brauchen entsprechende Geräte teilweise zwei bis vier mal so viel Energie für die gleiche Display-Helligkeit im Vergleich zu Fresnel-Linsen.
  • Die neuen Cambria-Controller werden ein „ziemlich ernsthaftes Upgrade“, verspricht Bosworth. Zu den neuen Eingabegeräten äußert sich Meta bislang nicht.
  • Trotz schwieriger makroökonomischer Lage: Die Reality Labs werden „weiterhin wachsen und expandieren“, aber „im Einklang mit dem Rest des Unternehmens“.
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Quellen: Boztank @ Instagram