Meta Quest 2: Neues Interface wird ein 3D-Windows – Bericht

Meta Quest 2: Neues Interface wird ein 3D-Windows – Bericht

Die Quest 2 taugt nur bedingt als Computerersatz. Ein stark verbessertes Interface soll Abhilfe schaffen.

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Soll Virtual Reality eine neue Computerplattform und massentauglich werden, müssen sich VR-Brillen über reine Spielkonsolen oder Fitnessmaschinen hinausentwickeln. Sie müssen zu Arbeitsgeräten werden, die alles können, was man von einem modernen Computer erwartet.

Die Quest 2 hat in dieser Hinsicht noch einen weiten Weg zu gehen. Sie bietet Grundfunktionen wie einen Internetbrowser, einfaches Multitasking und Zugriff auf eine Reihe von 2D-Apps. Doch bis zum vollwertigen virtuellen Büro ist es noch weit, selbst wenn man VR-spezifische Schnittstellen wie Handtracking, Spracherkennung und neurale Interfaces außer Betracht lässt.

Meta muss die Arbeitstauglichkeit der Quest 2 verbessern, soll sie eines Tages als Computer taugen. Metas nächste VR-Brille Project Cambria (Infos) dürfte der nächste Schritt in diese Richtung werden: ein AR-taugliches Allzweckgerät, das leistungsfähiger, vielseitiger und alltagstauglicher ist als die mobile VR-Spielkonsole.

Großes Interface-Update in Entwicklung

Fürs Erste reichte es schon, wenn man mehr als drei Fenster zur Verfügung hätte und nahtlos zwischen 2D-Apps springen könnte. Die dominanten Betriebssysteme Windows und MacOS machen es vor.

Laut XR-Leaker Brad Lynch arbeitet Meta an einem großen Interface-Update für Quest 2 und Cambria, das die Nutzererfahrung verbessern und näher an die etablierter Computerplattformen heranführen soll. Lynchs Beschreibungen sind vage, aber geben eine Vorstellung davon, was Meta anpeilt.

Demnach wird das gesamte Home- und Dashboard-Framework neu gestaltet. Visuell werde sich zwar nichts ändern, dafür zerfalle das neue Interface in „viele unabhängige Systeme“, die „stark optimiert“ seien. Drei neue Features würden hervorstechen.

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Mehr App-Flexibilität

Zunächst einmal werde es möglich sein, an jedem Teleportationspunkt der Home-Umgebung drei Fenster zu verankern. Quest-Nutzer:innen können sich seit Update 37.0 in ihrer Home-Umgebung hin- und herteleportieren.

Das zweite neue Feature ist eine Schnittstelle mit Namen Suspense API, mithilfe derer die aktive 2D- oder VR-App pausiert wird, wenn man eine weitere öffnet und nutzt. Das könnte ein schnelles Wechseln zwischen verschiedenen VR-Apps ermöglichen. Bislang kann Quest 2 nur eine einzige VR-App am Stück geöffnet halten.

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Mit dem dritten neuen Feature können Entwickler:innen das Dashboard oder Home-Fenster in ihre VR-Apps integrieren. Den Zweck dieser Windows API genannten Schnittstelle erläutert Lynch nicht. Sie dürfte wohl schnellen Zugriff auf wichtige Systemfunktionen aus der VR-App heraus und den Wechsel zwischen geöffneten Programmen erlauben. Alt+Tab lässt grüßen.

Lynch schreibt nicht, wann das Update erscheint. Er sagt nur, dass es nicht Bestandteil des nächsten oder übernächsten Updates werden wird.