VR und AR: Meta plant drei Hardware-Generationen in die Zukunft

VR und AR: Meta plant drei Hardware-Generationen in die Zukunft

Sein Unternehmen hat schon bessere Tage gesehen, dennoch investiert Mark Zuckerberg weiter aggressiv in VR und AR.

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Gestern präsentierte Meta Platforms die Bilanzergebnisse des ersten Quartals 2022. Die Resultate fielen gemischt aus: Während der Umsatz geringer ausfiel als Analysten voraussagten, konnte Meta bei den täglichen Facebook-Nutzerzahlen wieder zulegen. Die Börse reagierte positiv und ließ den Wert der Aktie nachbörslich um mehr als 15 Prozent steigen.

Das Metaverse-Geschäft lieferte, wie zu erwarten, ernüchternde Ergebnisse: Die Ausgaben für die VR- und AR-Abteilung Reality Labs betrugen im ersten Quartal knapp drei Milliarden US-Dollar, die Einnahmen hingegen nur 700 Millionen US-Dollar.

Zuckerberg will Investitionen drosseln

Dieses unglaubliche Gefälle nimmt Mark Zuckerberg in Kauf und stellt sogar noch größere Investitionen in Aussicht – zumindest „über einen gewissen Zeitraum“. Knapp 18.000 von 78.000 Angestellten sollen laut einem Leak an VR- und AR-Technologien arbeiten. Das sind 23 Prozent der Belegschaft.

Eine tabellarische Übersicht von Metas Quartalsergebnissen.

Metas Finanzergebnisse auf einen Blick. Dargestellt ist die Periode zwischen dem vierten Quartal 2020 und dem ersten Quartal 2022. Die Reality-Labs-Zahlen habe ich hervorgehoben. | Screenshot: MIXED

Wohl um die Investoren zu beruhigen, kündigte Zuckerberg Sparmaßnahmen an. „Angesichts des derzeitigen Geschäftswachstums planen wir nun, das Tempo einiger unserer Investitionen zu drosseln“, sagte Metas CEO.

An anderer Stelle meinte Zuckerberg, dass es möglich ist, dass „uns eine anhaltende makroökonomische oder geschäftliche Unsicherheit dazu zwingen könnte, zugunsten kurzfristigerer finanzieller Ziele abzuwägen“.

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Meta Quest 2: Nachfrage ungebrochen

Die Umsätze der Reality Labs im Wert von knapp 700 Millionen US-Dollar wurden wie in den vorangegangenen Quartal hauptsächlich durch Verkäufe der Meta Quest 2 erwirtschaftet, wie Finanzchef Dave Wehner bestätigte.

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Bemerkenswert ist, dass sich die VR-Brille im Frühjahr offenbar fast so gut verkaufte wie nach dem Launch und dem ersten Weihnachtsgeschäft 2020. Damals verzeichnete Meta Umsätze von 717 Millionen US-Dollar. Dass die Nachfrage nach eineinhalb Jahren noch immer anhält, darf positiv stimmen.

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Aufseiten der Software ging Zuckerberg auf Horizon ein. Hier solle der Fokus als Nächstes auf dem Ausbau der Community liegen und im Laufe des Jahres werde eine Web-Version der hauseigenen Metaverse-Plattform erscheinen. Horizon-Fans sollen „auf jedem Gerät oder jeder Plattform“ miteinander interagieren können.

XR-Durchbruch: Auf nächste Jahrzehnt vertagt?

Die beste Art, Horizon zu erleben, bleibe jedoch Virtual Reality und Augmented Reality. Zuckerberg stellt ein Update für Meta Quest 2 in Aussicht, das Horizon in die Startumgebung der VR-Brille integriert und damit leichter zugänglich macht. Gemeint sein dürfte Horizon Home.

Das letztendliche Ziel der Metaverse-Strategie ist die Monetarisierung digitaler Inhalte, die von Nutzer:innen und Creators erstellt werden. „Wir gehen davon aus, dass wir bei der Monetarisierung deutlich besser sein werden als Andere in diesem Bereich“, sagte Zuckerberg.

Bei der Hardware, so ließ der CEO durchblicken, plant Meta zwei bis drei Generationen in die Zukunft und hat für jedes Produkt ein eigenes Team aufgebaut, was die enormen Ausgaben für Forschung und Entwicklung erklärt. „Aber erst, wenn diese Produkte wirklich auf den Markt kommen, Anklang finden und der Markt groß wird, werden sie einen großen Betrag zu den Einnahmen und dem Gewinn des Unternehmens beisteuern“, sagte Zuckerberg.

Bis dahin ist jedoch weit, sehr weit. „Wir legen den Grundstein für aufregende 30er-Jahre, wenn sich diese Technologie stärker als primäre Computerplattform etabliert hat.“

Quellen: Meta Q1 2022 Earnings