Bericht zeichnet die ewig lange Entwicklung der Apple-Brille nach

Bericht zeichnet die ewig lange Entwicklung der Apple-Brille nach

Gut sechs Jahre ist die Apple-Brille in Entwicklung, wenn (!) sie Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres endlich auf den Markt kommt.

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Bei so einer langen Entwicklungszeit ist klar, dass es viel hin und her gab. Die unendlich vielen Leaks in den letzten Jahren zeigten bereits, dass Apple an verschiedenen Konzepten für Tech-Brillen parallel arbeitete. Ein ausführlicher Bericht von The Information zeichnet diese lange Entwicklungsgeschichte jetzt im Detail nach.

iPhone- und Mac-Entwicklung hatte Vorrang

Teil der Geschichte ist, dass Mike Rockwell, Apples AR/VR-Teamleiter, hart um Aufmerksamkeit und Ressourcen kämpfen musste. Unter anderem war sein Team in einem Gebäude mehrere Kilometer vom Apple Hauptquartier entfernt untergebracht, was das Projekt intern unscheinbarer wirken ließ.

Laut den Quellen von The Information unterstützt Apple CEO Tim Cook das Headset-Projekt zwar, bringe sich aber weniger ein als Steve Jobs bei der iPhone-Entwicklung. Auch deshalb sei es dem XR-Team schwerer gefallen, gegen Apples etablierte Produkt-Gruppen wie iPhone und Mac anzutreten.

2018 etwa soll Rockwell vor einer wichtigen Management-Präsentation nicht die nötige Unterstützung von Apples Kamera-Team erhalten haben, weil dieses sich auf die Entwicklung des iPhone XS fokussiert habe. Nach außen betonte Cook immer wieder die langfristige Bedeutung von Augmented Reality für den iPhone-Konzern.

Außen-Display für bessere Vor-Ort-Kommunikation

Schon bekannt ist die Geschichte von Apples Ex-Chefdesigner John Ive, der Gesichtscomputern generell und speziell VR-Brillen mit großer Skepsis begegnete und wohl die Entwicklung eines reinen VR-Geräts verhinderte. Ive und sein Team waren überzeugt, dass VR lokal isoliert, unmodisch aussieht, keinen praktischen Nutzen hat und dass Menschen Tech-Brillen nicht über einen längeren Zeitraum tragen wollen.

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Diese Bedenken wurden dann intern zum Teil mit zwei Funktionen ausgeräumt, die wir womöglich im finalen Apple-Headset sehen könnten: einmal die nach außen gerichteten Videokameras, die die Außenwelt in die Brille streamen, auch für bessere Augmented Reality.

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Außerdem soll an einem Prototyp eine Anzeige mit einem Live-Videobild der Augen des Brillenträgers angebracht gewesen sein, um die Kommunikation vor Ort zu stärken. Die Existenz dieses Außen-Displays soll jahrelang nur Rockwell und einer kleinen Gruppe Personen bekannt gewesen sein. Auch Meta forscht an einer solchen Display-Augen-Technologie und stellte sie 2021 als Forschungsarbeit vor.

Apple plante laut The Information zeitweise eine austauschbare Batterie für das Headset, soll aber mittlerweile einen Akku haben, der ohne Austausch für mehrere Stunden durchhält.

Die ganze Entwicklungsgeschichte gibt es bei The Information hinter einer Paywall. Ein zweiter Bericht wird die Entwicklung nach 2018 beleuchten.