Mit Resolution Games äußert sich ein weiteres VR-Entwicklerstudio positiv über den Marktstart mit Oculus Quest.

Resolution Games brachte mit “Bait!” schon früh einen erfolgreichen Mobile-VR-Titel auf den Markt: Mehr als zwei Millionen Downloads konnte die kostenlose Angelsimulation allein für die mittlerweile in Vergessenheit geratene Gear-VR-Brille verzeichnen.

Später legte das Studio mit “Angry Birds VR” eine bekannte Marke neu für Virtual Reality auf. Zuletzt erschien mit “Acron” ein Couch-Partyspiel für Smartphone und VR. Gegründet wurde Resolution Games vom Game Designer Tommy Palm, einem der Köpfe hinter dem Smartphone-Superhit “Candy Crush Saga”.

Tommy Palm hat mit seinem Studio die Angelsimulation "Bait!" entwickelt, die zwei Millionen Mal heruntergeladen wurde.

Über zwei Millionen Nutzer wollten virtuell auf Angeltour gehen. Bild: Resolution Games

Quest-Verkäufe besser als mit anderen VR-Brillen

Mittlerweile arbeiten 58 Menschen bei Resolution Games. Für VR-Verhältnisse sei das eine große Zahl, sagt Palm zu Venturebeat. Sein Studio arbeite derzeit an mehreren Projekten parallel.

Mit Oculus Quest passiert laut Palm eine grundsätzliche Veränderung in der VR-Branche: “Am Anfang war die Hardware nicht genug genug, aber jetzt müssen die Entwickler zeigen, was sie können”, sagt Palm. “Wir müssen Spiele und Apps finden mit echtem Mehrwert, Sachen, die man immer wieder gerne nutzt.”

Angry Birds VR bekommt einen Leveleditor

Bei Angry Birds VR für Oculus Quest sehe sein Studio gute Rückkehrquoten: Die Leute würden nach dem ersten Ausprobieren weiterspielen. Daher sollen weitere Inhalte erscheinen, für Angry Birds ist unter anderem ein Leveleditor in Entwicklung.

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Eine starke Marke in Kombination mit einer gelungenen Umsetzung: Das VR-Spiel Angry Birds ist für Resolution Games erfolgreich. Es gibt auch eine AR-Umsetzung für Smartphone und Magic Leap (im Bild). Bild: MIXED

Bei den aktuellen Spielen seines Studios dominiere Oculus Quest die Download-Charts, also die Verkäufe, so Palm. “Es läuft viel besser seit dem Quest Launch.” Die autarke VR-Brille sei “alles, worauf wir gehofft haben.”

Zuvor berichteten andere Entwicklerstudios über bessere Verkäufe mit Oculus Quest in Relation zu anderen VR-Brillen, ohne sich allerdings über die absoluten Einnahmen zu äußern.

Eye-Tracking als nächster Schritt

Positiv überraschte Palm die Ankündigung der Quest-PC-Verbindung Oculus Link. Was jetzt noch fehle, sei Eye-Tracking-Technologie samt auf ihr basierender effizienter VR-Renderverfahren (“Foveated Rendering”), die gerade auf autarker Hardware viel Rechenleistung sparen können. “Das wird sehr gut für Entwickler und für Nutzer”, sagt Palm.

Neben Multiplayer-VR-Spielen sieht Palm Potenzial in Anwendungen für die Produktivität, hier speziell bei der 3D-Kreation. Einige 3D-Designer bei Resolution Games würden ihre Modelle in VR entwerfen. “Das geht sehr schnell”, sagt Palm.

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