Laut Valve-Chef Gabe Newell erwartet uns 2020 noch eine “furchteinflößende” Hirn-Interface-Ankündigung mit vollständigem Schreib- und Lesezugriff.

Vor einigen Tagen veröffentlichte IGN ein Interview mit Valve-Chef Gabe Newell, in dem sich der einflussreiche Spielemanager zur Gaming-Zukunft mit Hirn-Interfaces äußerte. Ein Matrix-ähnliches Szenario, bei dem digitale Information direkt ins Gehirn geschrieben und von dort gelesen wird, sei viel näher, als die Menschen es erwarten würden.

Doch was genau bedeutet viel näher? Offenbar müssen wir uns nur wenige Monate gedulden bis zu einer handfesten News: In der aktuellen Ausgabe der britischen Edge sagt Newell, dass es “einige sehr interessante Ankündigungen” noch in diesem Jahr geben soll.

Wer hat Angst vor dem Hirn-Interface?

“In gewisser Hinsicht sind diese Ankündigungen furchteinflößend, weil sie Videospiele und Entertainment-Erfahrungen so ziemlich komplett verändern. Aber ich bin dem Markt lieber voraus, als dass ich diesem Übergang hinterherhänge”, sagt Newell der Edge.

Es würde sich zwar nach Science-Fiction anhören, aber es sei “erstaunlich einfach” mit dem Gehirn so zu interagieren, dass es sich “real anfühle”.

“Ich muss ein bisschen vorsichtig sein, was ich jetzt erzähle, aber es wird einen vollständigen Schreib- und Lesezugriff auf das Gehirn geben”, sagt Newell.

Aus der Technologie ergeben sich laut Newell zahlreiche Anwendungsszenarien, aber viele Leute würden Entertainment-Erfahrungen mit Direktzugriff auf das Gehirn erleben wollen. Unklar ist, ob sich Newell auf eine Valve-Ankündigung oder allgemein auf Neuigkeiten aus der Hirnforschung bezieht, über die er schon jetzt informiert ist.

Valve forscht intensiv an Hirn-VR

Schon vor Newells aktuellen Aussagen war bekannt, dass Valve an einer Gehirn-Schnittstelle arbeitet. Zum einen stellte ein Valve-Psychologe auf der GDC 2019 den aktuellen Forschungsstand vor. Seinen Vortrag könnt ihr euch im folgenden Video ansehen.

Zum anderen äußerte Gray Newell, Gabe Newells Sohn, dass Valves VR-Brille Index (Test) ein Hardware-Update für direkte Gehirninteraktion bekommen könnte – auch wenn er die genauen Pläne nicht kenne.

Gray Newell experimentiert in seinem Spiele-Startup Naetyr selbst an einer Gehirn-Schnittstelle. Laut Gray Junior könne es in fünf Jahren soweit sein, dass visuelle Informationen direkt ins Gehirn übertragen werden können. Ein marktreifes Produkt sieht er frühestens in zehn Jahren.

Könnte sein Vater ihn abgehängt haben? Klar ist, dass Valve die Virtual Reality als neues Entertainment-Format annimmt und seit vielen Jahren mit der Technologie arbeitet. Das Unternehmen kennt die zahlreichen Limitierungen aktueller VR-Brillen – und weiß daher sehr genau, dass die Science-Fiction-Vision der VR wohl nur mit direktem Gehirnzugang möglich sein wird.

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