Eigentlich handelt Valve mit Software, doch die Zukunft des Unternehmens soll immer stärker in der Hardware liegen. Zumindest glaubt das Gray Newell, der Sohn von Valve-Gründer Gabe Newell.

Zwar arbeitet der Junior nicht bei Valve, gibt aber an, nahe dran zu sein an dem Unternehmen seines Vaters und entsprechend eine andere Perspektive zu haben.

In einem aktuellen Interview zeichnet er ein Bild von Valve als zukünftiges Hardware-Unternehmen: Valve habe sich neu aufgestellt, um im Hardware-Markt bestehen zu können und die internen Prioritäten entsprechend verschoben. Ziel sei es, bei neuer Technologie stets in vorderster Reihe zu sein.

“Ich weiß, viele Leute wollen, dass Valve wieder das Unternehmen wird, das Videospiele macht. Aber ich denke, das wird nicht passieren. Wir werden es sehen”, sagt Newell.

Valve sei nicht fertig mit Videospielen, allerdings verschiebe sich der Fokus zu Hardware. Spiele für die eigene Hardware, um deren Qualität herauszustellen, würde Valve wohl weiterhin entwickeln. So stellte es Valve-Gründer Gabe Newell in der Vergangenheit in Aussicht.

Gehirn-Interface-Update für Index?

In seinem Spiele-Startup Naetyr beschäftigt sich Gray Newell auch mit Gehirn-Computer-Schnittstellen. Er ist überzeugt, dass sie langfristig eine wichtige Rolle spielen. Nicht nur für Spiele, sondern als allgemeines Computer-Interface im Alltag.

In rund fünf Jahren soll es laut Newell möglich sein, erstmals visuelle Informationen ins Gehirn zu schreiben. Beim aktuellen Entwicklungstempo könnten in circa zehn Jahren erste Produkte erscheinen, nimmt Newell an. Diese müssten durch die Medizinbranche getrieben werden.

Sogar Valves neue VR-Brille Index könne ein Hardware-Update für ein Gehirn-Interface bekommen – falls die Brille nicht direkt damit verschifft wird. Er kenne die Pläne nicht, der Gedanke sei aber naheliegend. “Das wird bald passieren”, sagt Newell. Selbst ausprobieren durfte er die Index-Brille allerdings noch nicht, der Test stünde demnächst an.

Valves oberster “experimenteller Psychologe” Mike Ambinder sprach auf der Game Developers Conference 2019 über ein Gehirn-Interface für Videospiele, für dessen Entwicklung große Datenmengen notwendig seien.

Um diese Daten sammeln zu können, müsse man Menschen davon überzeugen, Hardware auf dem Kopf zu tragen, die Gehirnströme aufzeichnet. Ambinder deutete in diesem Kontext an, dass das mit einer technisch entsprechend ausgerüsteten VR-Brille gelingen könnte.

Titelbild: Valve

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