Unity rüstet auf fürs Metaverse und kauft Weta Digital

Unity rüstet auf fürs Metaverse und kauft Weta Digital

Unity erwirbt Weta Digital, das Effektstudio hinter Filmen wie Herr der Ringe, Avatar und Planet der Affen. Mit der Übernahme bereitet sich Unity aufs Metaverse vor.

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Es ist Unitys bislang größte Akquisition: Rund 1,625 Milliarden US-Dollar fließen in den Kauf, der bis Ende des Jahres abgeschlossen werden soll.

Unity übernimmt Wetas Technologie und Tools, deren 275 Ingenieur:innen und geistiges Eigentum, die Cloud-Dienste sowie einen Großteil der grafischen Assets.

Nicht im Kauf inbegriffen ist das Geschäft mit digitalen Effekten. Diese Fachkräfte arbeiten fortan unter der neuen Abteilung WetaFX, die weiterhin mehrheitlich Weta-Gründer Peter Jackson gehört und dem gegenwärtigen CEO Prem Akkaraju untersteht.

WetaFX wird wie gehabt Spezialeffekte für Filme und Serien produzieren und soll zu einem der größten Unity-Kunden im Unterhaltungsbereich werden.

Hochwertige Tools und Assets

„Durch die Kombination der branchenführenden VFX-Tools und technischen Talents des Weta-Teams mit der tiefgreifenden Entwicklungs- und Echtzeit-Expertise von Unity wollen wir Tools bereitstellen, die das volle Potenzial des Metaverse erschließen“, schreibt Unitys SVP Mark Whitten.

Unity will die fortschrittlichen Werkzeuge in die Hände von Entwicklern legen, um die „nächste Generation der Echtzeitgrafikerstellung zu ermöglichen“.

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Die Tools sollen zum einen in die Unity Engine integriert, zum anderen in die Cloud transferiert werden, von wo aus sie Unity per Abomodell monetarisieren will. Im Unity Blog listet Whitten 16 Weta-Werkzeuge auf, die „umfassendste Pipeline für 3D-Erstellung, Simulation und Rendering“.

Entwickler erhalten außerdem Zugriff auf Wetas hochwertige Asset-Bibliothek, die Städte und Landschaften, Flora und Fauna, Menschen und Artefakte, und vieles mehr umfasst.

Das technologische Wettrüsten ist in vollem Gang

Mit der Weta-Akquisition dürfte Unity zu Epic aufschließen wollen, die das Toolset der konkurrierenden Unreal Engine in den letzten Jahren in Richtung VFX-Rendering erweitert und für die nächste Generation Echtzeitgrafik vorbereitet haben.

Epic hat zu diesem Zweck aggressiv in neue Technologien investiert. Mit 3Lateral und Cubic Motion übernahm Epic gleich zwei Start-ups, die an fotorealistischen digitalen Menschen arbeiten. Die Expertise fließt seither in die Entwicklung des Metahuman Creator, der eines Tages lebensechte Metaverse-Avatare ermöglichen könnte.

Aufseiten der Content-Assets erwarb Epic die Fotogrammetrie-Plattformen Quixel und Capturing Reality sowie die 3D-Modellbibliothek Sketchfab. Damit sind die Grundlagen für die Grafik-Zukunft gelegt.

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Quelle: Unity Blog