Unity kauft AR-Plattform für 3D-Projektvisualisierung

Unity kauft AR-Plattform für 3D-Projektvisualisierung

Unity wird längst nicht mehr nur von Spielestudios genutzt. Mit dem Kauf des AR-Start-ups VisualLive investiert das Unternehmen in ein neues Geschäftsfeld.

VisualLive ist eine Plattform für Architekten, Ingenieure und Bauherren, die 3D-Visualisierung und Kollaboration in Augmented Reality vereinfacht. Nutzer können mit wenigen Klicks komplexe CAD-Modelle und BIM-Baupläne in die AR-Brille Microsoft Hololens importieren und als begehbare 3D-Grafik in den Raum projizieren.

Das soll die Arbeitseffizienz steigern und Kosten reduzieren, da beim Abgleichungsprozess vor Ort eher planerische Defizite zu Tage treten. VisualLive unterstützt neben Hololens auch Android und iOS.

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Plattform soll global expandieren

Der Kauf der AR-Plattform ergänzt Unitys eigenes Softwareangebot in diesem Bereich. Die Engine wird von der AEC-Branche (Architektur, Ingenieur- und Bauwesen) für die Vereinfachung und Beschleunigung von Arbeitsabläufen eingesetzt.

Auf Basis der Plattform Unity Reflect können Baupläne in immersive VR- und AR-Erfahrungen verwandelt und von Projektverantwortlichen gemeinsam betrachtet werden. Unity Reflect unterstützt Autodesk Revit, BIM 360, Navisworks, Sketchup und Rhino.

Die Akquisition soll Unity helfen, stärker in der AEC-Branche Fuß zu fassen und seine Partnerschaften auszubauen. So arbeitet VisuaLive bereits mit führenden Firmen der Industrie zusammen.

Wie viel in den Kauf investiert wurde, ist nicht bekannt. Die VisualLive-Angestellten werden in bestehende Unity-Teams integriert. Die Ressourcen des Unternehmens sollen bei der weltweiten Expansion von VisualLive helfen.

„VisualLive ergänzt unser Portfolio und erlaubt uns, das Designbüro besser mit den Arbeitern vor Ort zu vernetzen sowie BIM-Daten zu Zwecken der Qualitätssicherung und Projektauswertung via AR darzustellen. Dies wird die Art und Weise, wie Entwurfsprüfungen, Bauplanungen und Inspektionen durchgeführt werden, grundlegend verändern“, sagt Unity-Manager Julien Faure.

Titelbild: VisualLive

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