Unreal Engine 5: Early-Access-Start, neue Grafik-Demo

Unreal Engine 5: Early-Access-Start, neue Grafik-Demo

Die Unreal Engine 5 startet in den Early Access. In einem Video zeigt Epic, was die neue Grafik-Engine alles kann.

Sieben Jahre ist es her, dass die Unreal Engine 4 erschien. Jetzt steht die nächste Generation in den Startlöchern. Mit der ab sofort erhältlichen Early-Access-Version können Entwickler erstmals neue Features wie Nanite, Lumen und World Partitioning testen und Prototypen kommender Spiele auf Basis der neuen Engine entwickeln. Epic will derweil Feedback sammeln und Anfang 2022 die Vollversion der Unreal Engine 5 veröffentlichen.

Den Start der Early-Access-Phase feiert Epic mit einem 15-minütigen Video, das Entwickler und Spielern zeigt, was die Grafik-Engine draufhat. Zu sehen ist das neue Beispielprojekt „Valley of the Ancient“, die Teil der Early-Access-Version ist und die neuen Kernfeatures nutzt. An diesem Projekt können sich Studios mit der neuen Entwicklungsumgebung vertraut machen.

Techdemo läuft auf Next-Gen-Konsolen

Das Beispielprojekt dient zugleich als Techdemo und Mini-Story. Sie handelt von einer Frau, die gegen einen Roboter kämpft und ihn schließlich mithilfe von Magie zu Fall bringt. Für die fotorealistische Umgebung sandte Epic das 2019 erworbene Quixel-Team aus, um eine Felsformation in Moab, Utah fotogrammetrisch einzufangen. Der Roboter selbst besteht aus rund 50 Millionen Polygonen.

Die Szene wurde auf Xbox Series X and PlayStation 5 in Echtzeit berechnet und aufgezeichnet. Laut Epic läuft die Demo mit 30 Bildern pro Sekunde. Bei schnellerer PC-Hardware soll das Doppelte drin liegen. Für die Next-Gen-Konsolen strebt das Unternehmen 4K-Auflösung und Bildwiederholraten von 30 Hz an, um „die visuelle Qualität zu maximieren“.

Bühne frei für Nanite und Lumen

Die zwei größten neuen Features der Unreal Engine 5, Nanite und Lumen, demonstrierte Epic schon 2020 mit der Demo „Lumen in the Land of Nanite“.

Die neue Geometrie-Engine Nanite ermöglicht es Entwicklern, Spiele mit bislang unerreichtem Detailgrad zu erschaffen: Landschaften, Umgebungen und Szenen können aus hunderten Millionen Polygonen zusammengesetzt sein, ohne dass die Leistung einbricht. Bislang waren standardmäßig nur ein bis zwei Millionen Vielecke darstellbar. Möglich wird das dank eines neuen, hocheffizienten Grafik-Streamings, das nur diejenigen Teile der Spielwelt rendert, die man auch wirklich sieht.

Lumen ist ein neues Beleuchtungssystem, das als Software-Raytracing ganzheitliche und dynamische Ausleuchtung von Szenen in Echtzeit erlaubt sowie komplexe Lichtbrechungen und Reflexionen simuliert. In der neuen Grafikdemo sieht man beispielsweise, wie sich der Schatten abhängig von der Tageszeit und dem Einfall des Lichts verändert.

Baukasten für gigantische Welten

Ebenfalls neu ist das World Partition System, das die Arbeit an riesigen, offenen Spielwelten erleichtert. Der neue Editor kann gigantische Areale aufnehmen und darstellen, ohne diese in einzelne Projektdateien aufteilen zu müssen und Teams können gleichzeitig an der gleichen Region arbeiten, ohne sich gegenseitig in die Quere zu kommen.

Epic hat der Unreal Engine außerdem eine überarbeitete, intuitivere Benutzeroberfläche, neue Animationstools wie Control Rig, Full Body IK und Motion Warping, eine neue Physik-Engine für realistischere Effekte und zerstörbare Umgebungen sowie eine eigene Audio-Engine namens MetaSounds spendiert.

Mehr Details zur Early-Access-Version gibt es in der offiziellen Entwicklerdokumentation.

Quelle: Venturebeat, Titelbild: Epic

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