Was erlaube Sony mit Playstation VR?

Nintendo-Entwickler Tsubasa Sakaguchi, verantwortlich für das Labo-VR-Kit, erzählte dieser Tage, dass Nintendos VR-Outing einen weiten Anlauf hatte. Forschung zu VR soll es bei Nintendo schon seit vielen Jahren geben. Diese sei die Grundlage für das Labo-VR-Kit (Test) gewesen.

Die Webseite Nikkei ergänzt jetzt weitere Details zu Nintendos Virtual-Reality-Strategie: Laut Nikkeis Quellen hätte eine Nintendo VR-Brille schon vor drei oder vier Jahren erscheinen sollen, habe aber von der Führungsebene letztlich kein grünes Licht erhalten.

In der Tat gab es 2016 immer wieder Gerüchte, dass Nintendos nächste Konsole – damals noch “NX” – auch VR-Funktionen bieten soll. Das kam bekanntlich anders.

Sony war zuerst da

Der Grund für Nintendos VR-Rückzug soll Sonys VR-Angriff gewesen sein: Playstation VR war nicht nur früher am Markt, sondern technologisch anspruchsvoller als das, was Nintendo vorgesehen hatte. Der eigene Innovationsfaktor soll Nintendo zu gering gewesen sein.

Blöd für Sony, denn das Unternehmen wünscht sich doch eigentlich mehr VR-Konkurrenz.

Labo VR: Weshalb jetzt doch noch?

Nun stellt sich die Frage: Weshalb bringt Nintendo Jahre später doch noch eine VR-Pappbrille auf den Markt?

Nun, womöglich ist es einfach finanziell interessant, die vielen Switch-Käufer mit einem neuen Labo-Erlebnis zu locken – und das Produkt war ohnehin mehr oder weniger fertig.

Zum anderen ist der große VR-Hypezug längst abgefahren und Sonys Playstation VR ist nicht gerade ein Bestseller. Die Fallhöhe ist 2019 einfach viel geringer als damals.

Entsprechend muss sich Nintendo nicht sorgen, die Erwartungen von Technikfans nicht erfüllen zu können oder einen Zubehörflop zu produzieren, der womöglich dem Image der eigentlichen Konsole schadet.

Quellen: Nikkei, via Siliconera, Ninten-Switch.com; Titelbild: Christian Steiner

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