24 Jahre nach dem Virtual Boy versucht’s Nintendo erneut mit einer Gamer-Brille. Diesmal ist sie aus Pappe, erkennt immerhin Kopfbewegungen und deckt das gesamte Farbspektrum ab. Vor dem Marktstart heute gibt’s die ersten Testberichte.

Andrew Liszewski von Gizmodo ist insgesamt positiv überrascht von Nintendos Pappbrille: Es sei die erste günstige VR-Lösung, mit der man Spaß haben könne – allerdings nur für zehn Minuten am Stück. Dann würden sich die niedrige Switch-Auflösung, die geringe Bildwiederholrate und die für VR-Verhältnisse zu hohe Latenz bemerkbar machen. Leute mit empfindlichen Mägen müssten aufpassen.

An richtige VR-Brillen am PC oder der Konsole würde das Labo-VR-Kit freilich nicht heranreichen. Aber die gebotene Qualität reiche, um ihn wiederholt vor die Brille zu locken.

VR mit Nintendo-Bonus

Ian Higton von Eurogamer lobt Nintendos Pappbrillen ebenfalls: Man könne jede Menge mit ihnen anstellen. Das Bild gehe in Anbetracht der geringen Switch-Auflösung in Ordnung, sei hell und recht klar.

Objekte in der Distanz könne man schlecht erkennen, das sei auf die Dauer etwas anstrengend für die Augen. Aus gutem Grund fordere Nintendo Spieler nach 30 Minuten zu einer Pause auf. Außerdem störte Higton, dass die Brille kein Kopfband hat, weshalb man sie permanent vor die Augen halten muss.

VR-Veteranen würden sich an diesen Kritikpunkten wohl aufhalten, könnten aber dennoch an dem einen oder anderen Labo-Minispiel ihre Freude haben. Die eigentliche Zielgruppe interessiere sich ohnehin nicht für technische Details. Higton empfiehlt das VR-Kit Eltern, die ihren Kindern eine neue Gaming-Technologie vorstellen wollen…


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