Second-Life-Studio will VR-Projekt Sansar abstoßen

Second-Life-Studio will VR-Projekt Sansar abstoßen

Als ambitioniertes VR-Projekt gestartet, konnte Sansar nie die Erwartungen erfüllen. Das Second-Life-Studio Linden Lab will das Projekt jetzt loswerden.

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In einem YouTube-Video für die eigene Community kündigt Linden-Lab-Chef Ebbe Altberg an, dass die Social-Plattform Sansar abgestoßen oder verkauft werden soll. Linden Lab könne die Entwicklung der Social-VR-Welt nicht länger vorfinanzieren. Man suche jetzt nach einem "Plan B".

Laut Altberg ist Linden Lab mit mehreren potenziellen Interessenten im Gespräch, die Sansar weiterbringen könnten. Einen Deal gebe es allerdings noch nicht - Sansar-Nutzer müssten sich in Geduld üben. Linden Lab wolle sich zukünftig voll auf Second Life und den Finanzdienst Tilia fokussieren.

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Social-VR: Auf der Suche nach Nutzern

Schon im vergangenen November wurde bekannt, dass Linden Lab rund um das Sansar-Projekt Entlassungen vornehmen musste. Zuvor versuchte das Unternehmen, das ursprünglich als VR-Welt gedachte Projekt für Monitornutzer attraktiv zu machen - das misslang offensichtlich.

Schon vor Sansar erwischte es die mit rund 70 Millionen finanzierte Social-VR-Welt High Fidelity, gegründet vom Second-Life-Miterfinder Philip Rosedale.

Der Grund hinter beiden Pleiten ist derselbe: VR-Brillen verkaufen sich nicht gut genug, damit Social-VR-Anwendungen die Nutzerzahlen erreichen können, die sie für ihr Geschäftsmodell bräuchten.

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Rosedale bezeichnete das Wachstum des VR-Marktes als "in jeder Hinsicht ernüchternd" und rechnete mit der VR-Brille ab, einem "Mäusesarg, der auf dem Gesicht klebt". Aktuelle Modelle würden höchstens in Gaming-Nischen und der Industrie Erfolge feiern. Ansonsten reiche es nur für Computermuseen.

Auch die Social-VR-Pioniere bei AltspaceVR erwischte die Firmenpleite, allein Microsoft rettete das Startup im letzten Moment und kaufte es auf. Erfolgreichere Social-Apps mit VR-Unterstützung wie VRChat oder Rec Room setzten neben der VR-Brille früh auf Monitor-Unterstützung, um mehr Nutzer zu erreichen.

Quelle: YouTube Second Life; Via: Nwn Blog

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