Der deutsche Glashersteller Schott zeigt auf der Display Week eine neue Generation Wellenleiter, die AR-Brillen mit größerem Sichtfeld ermöglichen soll.

Schott zufolge soll das diagonale Sichtfeld 65 Grad betragen. Zum Vergleich: Die beiden fortschrittlichsten AR-Brillen Magic Leap One und Hololens 2 erreichen eine Sichtfelddiagonale von 50 bzw. 52 Grad (siehe Vergleichsartikel).

Wellenleiterdisplays bestehen normalerweise aus drei Glaswafern, wobei jede Schicht als Lichtleiter für eine Farbe im RGB-Farbraum dient. Die Wafer brechen das Licht und leiten sie direkt ins Auge. Das größere Sichtfeld wird laut Schott durch einen besonders hohen Brechungsindex von 1,9 erreicht.

Laut Schott ging der Technologie jahrelange Forschung und Zusammenarbeit mit AR-Brillenherstellern voraus. Um welche Hersteller es sich handelt, verrät das Unternehmen nicht.

Hergestellt wird das RealView genannte Produkt in Deutschland und China. In China soll eine Fabrik für die Massenfertigung des Produkts zur Verfügung bereitstehen. Ein potenzieller Kunde könnte Apple sein. Das Unternehmen forscht seit geraumer Zeit an einer AR-Brille und traf sich Anfang des Jahres auf der CES mit AR-Displayherstellern.

Die Technologie wird vom 14. bis 16. Mai  auf der Display Week in San Jose, Kalifornien am Stand 1334 präsentiert.

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Titelbild und Quelle: Schott


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