Wie weit ist das Sichtfeld von Hololens 2 im Vergleich zum Vorgängermodell und Magic Leap One? Ein Vergleichsbild zeigt es.

Das gefühlt briefmarkengroße Sichtfeld der ersten Hololens-Brille war deren größter Schwachpunkt. Der fiel so gravierend aus, dass die Brille im Grunde unbrauchbar war für ernsthafte AR-Anwendungen außerhalb von Prototypen und Experimenten.

Entsprechend wichtig war die Botschaft von Hololens-Erfinder Alex Kipman auf dem MWC 2019, dass das Sichtfeld für Hololens 2 “mehr als verdoppelt” werden konnte. Klingt toll, macht Schlagzeilen. Aber was bedeutet das konkret?

Eine offizielle Angabe von Microsoft zu horizontalem und vertikalem Sichtfeld existiert nicht, nur zum diagonalen kann man sie auf Umwegen herausfinden: 52 Grad bei einem Seitenverhältnis von 3:2.

Ein Vergleich bei Twitter zeigt die unterschiedlichen Sichtfeldweiten von Hololens 1, Hololens 2 und Magic Leap One. Die Gradzahlen in der Grafik sind rückwärts gerechnet basierend auf der Angabe zum diagonalen Sichtfeld.

Microsoft hätte die Sichtfeldweite bei der Hololens-2-Ankündigung konkreter machen können, wollte es aber ganz offensichtlich nicht.

Die Grafik zeigt, weshalb: Die Verbesserung gegenüber dem Vorgängermodell fällt zwar deutlich aus. Magic Leap One wird aber nur eingeholt, nicht überholt und das Sichtfeld ist insgesamt noch immer schmal.

So schmal, dass selbst Kipman einräumt, dass die AR-Brille “noch nicht immersiv genug” ist für Endverbraucher. Wie gut Geschäftskunden im Arbeitsalltag mit der Einschränkung leben können, wird sich zeigen.

Interessanter sind die Fragen, weshalb Microsoft in rund drei Jahren Entwicklungszeit nur diese vergleichsweise kleine Verbesserung gelang, trotz hoher Investitionen in Forschung und Entwicklung. Und wie viel Luft noch nach oben ist, ohne einen grundlegenden Durchbruch bei der Displaytechnologie für AR-Brillen.

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