Schon der zweite große Abgang: Meta verliert wichtige AR-Führungskraft

Schon der zweite große Abgang: Meta verliert wichtige AR-Führungskraft

Meta verliert eine weitere wichtige AR-Führungskraft. Das könnte die Entwicklung von Metas AR-Brille verzögern.

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Nikhil Chandhok kündigte seinen Abgang diese Woche via Twitter an. Seine neue Anstellung ist Produktmanager beim Krypto-Bezahldienst Circle.

Chandhok hat einen bemerkenswerten Werdegang. Nach den ersten drei Jahren bei Microsoft wechselte er 2005 zu Google, wo er maßgeblich zum Erfolg von Youtube beitrug. 2014 gründete Chandhok das KI-Start-up Bento. Zwei Jahre später wechselte er zurück zu Google, wo er zwei Jahre lang AR-Produktchef war.

2018 folgte die Anstellung bei Facebook, wo er in leitender Funktion an der Augmented-Reality-Plattform Spark AR und dem AR-Brillenprojekt arbeitete. Anfang 2021 wurde er zum Produktchef befördert und war nur noch für die AR-Brille, genauer: deren Hard- und Software, verantwortlich.

Lieber Krypto, statt Augmented Reality

Mit seinem Team entwickelte und launchte Chandhok im September 2021 die Datenbrille Ray-Ban Stories (siehe Artikelbild), die kein AR-Display verbaut hat, aber als erster Schritt in Richtung einer vollwertigen und alltagstauglichen AR-Brille gilt. Die wird derzeit unter dem Codenamen Nazare entwickelt und soll „in ein paar Jahren“ erscheinen.

Als Grund für seinen Wechsel gibt Chandhok an, dass er seit fast zehn Jahren an Krypto interessiert sei und seine Leidenschaft mit seiner Arbeit verbinden wolle. Die vier AR-Jahre bei Meta bezeichnet er als „erfolgreich“.

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Erst kürzlich ging der OS-Chef

Für Meta ist es schon der zweite Abgang einer hochrangigen AR-Führungskraft binnen weniger Monate: Im Dezember verließ Marc Lucovsky Meta in Richtung Google. Lucovsky leitete die Entwicklung von Metas XR-Betriebssystem, ein Projekt, das angeblich gestoppt worden ist, nachdem Lucovsky angekündigt hatte, das Unternehmen zu verlassen.

Stimmen die Gerüchte, dürfte das ein herber Rückschlag für Metas AR-Pläne sein, da es sich um ein Prestigeprojekt handelt und kritisch ist für den Erfolg von Metas VR- und AR-Strategie. Dass der AR-Produktchef nun ebenfalls den Hut nimmt, könnte die Entwicklung von Nazare weiter verzögern. Einen konkreten Zeitplan für Metas AR-Brille gibt es nicht. Zumindest wurde dieser noch nicht veröffentlicht.

Personalmangel hat Meta zwar nicht: Die VR- und Abteilung mit Namen Reality Labs beschäftigt weit über 10.000 Angestellte und hat in letzter Zeit aggressiv Fachkräfte von Apple und Microsoft abgeworben. Aber Ersatz für fähige Führungskräfte zu finden, die Teams über längere Zeit aufgebaut und geleitet haben, ist nicht einfach.

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