Meta: Mitarbeitende sind jetzt „Metamates“

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Nach der Umbenennung von Facebook zu Meta letzten Herbst und den Turbulenzen mit Aufsichtsbehörden und an der Börse in den letzten Monaten und Wochen ist Meta weiter auf der Selbstsuche.

Bei einem internen Meeting für alle rund 71000 Meta-Mitarbeitende stellte Meta-Chef Mark Zuckerberg neue Richtlinien für Metas Haltung und den Umgang der Mitarbeitenden untereinander vor. Seine Ansprache wurde das erste Mal live in Metas VR-Umgebung Horizon Worlds gestreamt.

Zuckerberg beschwört den internen Zusammenhalt: Bei Meta arbeiten jetzt Metamates

Zuckerberg ersetzt teils alte durch neue oder angepasste Werte, bei denen insbesondere das Miteinander im Fokus steht. „Meta, Metamates, me“ soll das Verhalten von Mitarbeitenden ab sofort leiten.

Laut Metas zukünftigem CTO Andrew Bosworth ist der Wert eine Anspielung auf eine Redewendung aus der Seefahrt: „Ship, Shipmates, Self“, die auch bei Instagram gilt. Der Begriff stammt aus der Feder von Douglas Hofstadter, einem renommierten US-Physiker, Informatiker und Kognitionswissenschaftler (u.a. Godel, Escher, Bach: An Eternal Golden Braid).

Aus Facebooks umstrittenen Leitsatz „Move fast and break things“, der schon vor Jahren aus öffentlich nachvollziehbaren Gründen auf „Move fast“ verkürzt wurde“, wird jetzt: „Move fast together“. Der Leitsatz „Be bold“ wird zu „Build awesome things“.

In den neuen Werten ist eine starke Zukunftsorientierung verankert, passend zur langfristig gesetzten Metaverse-Vision: „Live in the future“ und „Focus on long term impact“ sind zwei weitere Richtlinien für die Metamates.

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Zuckerberg fordert Meta-Mitarbeitende weiter zur Offenheit auf („Be open“), aber man müsse es mit der Förmlichkeit und Höflichkeit nicht übertreiben („don’t nice ourselves to death“).

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„Ergebnisse erst in einigen Jahren sichtbar“: Zuckerberg bittet Mitarbeitende um Geduld

Die New York Times hatte laut eigenen Angaben Zugang zu internen Reaktionen in privaten Chats. Während in den firmenweit einsehbaren Foren hunderte positive Reaktionen erfolgten, wurden die neuen Regeln in den der NYT vorliegenden Chats skeptischer beurteilt.

„Wie verändert das das Unternehmen?“, fragt ein Ingenieur und merkt an, dass es verwirrend sei, wie häufig Meta Namen verändere. Ein anderer fragt, ob die „Metamates“ gemeinsam auf einem sinkenden Schiff seien. Wieder andere beschweren sich, dass die neuen Regeln militärisch inspiriert wirkten und ein Gefühl vermittelten, nur „ein Rädchen in einer Maschine“ zu sein.

Ein Meta-Mitarbeitender soll sich bei Twitter über die Werte lustig gemacht haben, indem er die zentralen Begriffe mit „Konformität“ und „Gehorsam“ ersetzte. Der Tweet ist nicht mehr online.

Zuckerberg fordert die Metamates in einem internen Facebook-Post zur Geduld auf: „Wir sollten die Herausforderungen annehmen, die den größten Einfluss haben werden, auch wenn die Ergebnisse erst in einigen Jahren sichtbar werden.“

Und was war jetzt die im Vorfeld von der Leak-Webseite The Information versprochene „große Ankündigung“ abseits der Leitsätze? Womöglich, dass Facebooks „News Feed“ ab sofort nur mehr „Feed“ heißt. Eine andere Ankündigung ist derzeit nicht bekannt.

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