San Francisco könnte KI-gestützte Gesichtserkennung verbieten

Ausgerechnet, möchte man sagen.
Einem Bericht von Wired zufolge wird in San Francisco ein Verbot von Gesichtserkennungskameras im öffentlichen Raum diskutiert. Aaron Peskin, ein Mitglied des Aufsichtsrates der Stadt, schlug das Verbot am Dienstag als Teil einer Reihe von Regeln zur Verbesserung der öffentlichen Überwachung vor.
"Ich muss noch davon überzeugt werden, dass diese Technologie einen Vorteil bietet, der das negative Potenzial überwiegt, wenn Behörden sie für Unterdrückung und Überwachung nutzen", sagt Peskin. Sein Antrag wird derzeit geprüft.
KI-Überwachung: Übermächtig mit Hang zur Diskriminierung
Zum Beispiel kann eine einzelne Person in Echtzeit auf einer Aufnahme erkannt und standortübergreifend weiterverfolgt werden - so ähnlich wie ein Tracking-Cookie im Netz von einer Webseite zur nächsten weitergegeben wird. Das ist auch nützlich, beispielsweise um vermisste Personen aufzuspüren.
Solche KI-Kameras sollen unter anderem Videos nach Personen durchsuchen, Ladendiebe an Gesten erkennen, Waffen entdecken und Alarmsysteme auslösen, Grenzkontrollen durchführen oder das Verhalten von Ladenbesuchern auswerten.
An der Schwelle zur Dystopie?
Zuletzt sprachen sich Microsoft und Google klar für ethische Leitlinien bei Gesichtserkennungstechnologie aus. Google verzichtet sogar auf den Vertrieb entsprechender Programmierschnittstellen, bis die Rahmenbedingungen geklärt sind.
"Die Welt steht an der Schwelle zu einer Technologie, die es einer Regierung ermöglicht, jedem jederzeit überallhin zu folgen", sagt Microsoft-Präsident Brad Smith. "Sie können genau wissen, wohin du gehst, wo du gewesen bist und wo du gestern warst."
Amazon hingegen bietet die Gesichtsanalyse-Software "Rekognition" an, die aus den zuvor genannten Gründen sogar bei den eigenen Investoren auf Gegenwehr stößt.
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