Im nächsten halben Jahr werden auf Anweisung der EU insgesamt vier Außengrenzen der Mitgliedstaaten Ungarn, Lettland und Griechenland mittels Künstlicher Intelligenz kontrolliert. Es ist ein Experiment.

“iBorderCtrl” heißt das von der EU-finanzierte Projekt, das mit KI-Gesichtsanalyse die Grenzkontrollen schneller und genauer machen soll. Das Projekt wird mit rund 4,5 Millionen Euro vollständig von der EU finanziert und läuft vorerst bis August 2019.

Im Vorfeld des Grenzübergangs füllt der Reisende eine Online-Anmeldung aus, lädt relevante Dokumente wie den Pass hoch und hinterlegt einen Gesichtsscan.

An der Grenze wird er von einer “computeranimierten Grenzwache” im Stil eines Lügentests befragt. Das Erscheinungsbild sowie die Sprache des virtuellen Kontrolleurs werden an Geschlecht und Herkunft des Reisenden angepasst.

Ein verräterisches Zwinkern

Das KI-System soll Fragen stellen wie “Was ist in dem Aktenkoffer?” und hakt auch nach: “Wenn ich Sie bitten würde, den Aktenkoffer zu öffnen, würde sich ihre Antwort als wahr herausstellen?” Der Detailgrad der Befragung wird anhand der im Vorfeld übermittelten Dokumente festgelegt, auf deren Basis eine Risikopunktzahl berechnet wird.

Eine mögliche Lüge soll das System an Mikromimik und -gestik erkennen: Der Befragte antwortet in eine Kamera, die mittels KI-gestützter Gesichtsanalyse verdächtige Signale herausfiltern können soll. 38 dieser Signale soll die KI auswerten, jedes einzelne wird individuell bewertet. Nach der Befragung wird die Risikopunktzahl neu kalkuliert.

Wenn das KI-System den Befragten als …


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