Microsoft will den Geist der Überwachung in der Flasche halten.

Im eigenen Blog fordert Microsoft-Präsident Brad Smith mit markigen Worten dazu auf, KI-gestützte Gesichtserkennung zu regulieren, bevor Überwachungsdystopien wie im Roman 1984 Realität würden. Die Rechte des Einzelnen müssten geschützt werden.

“Der Gesichtsanalysegeist taucht sozusagen gerade aus der Flasche auf”, schreibt Smith. “Wenn wir nicht handeln, riskieren wir, in fünf Jahren aufzuwachen, um festzustellen, dass sich die Gesichtserkennungsdienste auf eine Weise verbreitet haben, die gesellschaftliche Probleme verschärft.” Die Technologie dann wieder einzufangen, sei ungleich schwieriger, so Smith.

Speziell Entscheidungen, die in Zusammenhang mit einer Gesichtserkennung getroffen würden, dürften nicht an den Computer ausgelagert werden, fordert Smith.

Die Technologie dürfe außerdem nicht über dem Gesetz stehen, beispielsweise bei der Diskriminierung von Minderheiten, oder für eine Totalüberwachung missbraucht werden.

“In Kombination mit allgegenwärtigen Kameras und massiver Rechenleistung sowie Cloud-Speicher könnte eine Regierung Gesichtserkennungstechnologie für eine kontinuierliche Überwachung einzelner Personen einsetzen”, schreibt Smith.

“Wir müssen sicherstellen, dass das Jahr 2024 nicht wie eine Seite aus dem Roman 1984 aussieht.”

Smith nimmt die Techbranche in die Verantwortung

Microsoft gehöre selbst zu den führenden Anbietern von Gesichtserkennungstechnologie, die abseits aller Dystopien auch für positive Zwecke eingesetzt werden könne wie medizinische Diagnosen oder um vermisste Kind…

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