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Qualcomm stellt Next-Gen AR-Brille mit Wi-Fi-6-Streaming vor

Qualcomm stellt Next-Gen AR-Brille mit Wi-Fi-6-Streaming vor

Qualcomms neue AR-Referenzbrille kommt mit einem XR2-Chip und ist dank Wi-Fi-Streaming kabellos.

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Mit dem neuen Referenzdesign beseitigt Qualcomm das Kabel, das bei AR-Brillen wie Nreal Light die Inhalte vom Smartphone zur Brille schickt. Qualcomms „Fast Connect 6900“-Lösung bestehend aus Hard- und Software soll Daten vom Smartphone und anderen Zuspielern wie einem PC mit einer Latenz von unter drei Millisekunden an die AR-Brille streamen. Die Software verbindet Brille und Zuspieler über Wi-Fi 6 / 6E und Bluetooth.

Bild: Qualcomm

Schlankere AR-Brille mit mehr Rechenleistung und kabellosem Split Processing

Im neuen Referenzdesign steckt Qualcomms derzeitiger Flaggschiff-XR-Chip XR2, der auch in aktuellen autarken VR-Brillen wie Vive Focus 3, Quest 2 oder Pico Neo 3 Pro rechnet. Brille und Zuspieler teilen sich die Rechenaufgaben: Der Zuspieler führt die XR-App aus und sendet die komprimierten Frames an die Brille. Die übernimmt das Tracking, decodiert die Daten des Zuspielers und zeigt sie an.

Qualcomms neues AR-Referenzdesign setzt auf sogenanntes Split Processing zwischen Brille und Zuspieler. | Bild: Qualcomm

Dieses sogenannte „Split Processing“ kam laut Qualcomm erstmals bei Lenovos ThinkReality AR3-Brille zum Einsatz, aber dort noch per Kabel – jetzt klappt es drahtlos. Die bekanntere Nreal AR-Brille berechnet noch alle Daten auf dem Zuspieler und schickt sie dann an die Brille.

Auch beim Formfaktor hat Qualcomm Fortschritte erzielt: Das neue Referenzdesign soll im Vergleich zum XR1-Vorgängermodell ein 40 Prozent dünneres Profil haben und eine ausgewogenere Gewichtsverteilung für mehr Tragekomfort.

Insbesondere der Brillenbügel ist deutlich schlanker als beim Vorgängermodell. | Bild: Qualcomm

Das Gewicht liegt bei 115 Gramm, der Akku bietet 650 mAh – und ist im schlechtesten Fall bei anspruchsvollen XR-Anwendungen innerhalb von 30 Minuten leer. Einfache Anwendungen sollen eine längere Laufzeit bieten.

1080p-Auflösung und Handtracking

Bei der Displaytechnik setzt Qualcomm auf zwei OLED-Screens (einen pro Auge) mit 1080p-Auflösung bei 90 Hz. Die diagonale Sichtfeldfeldweite liegt bei 40 Grad. Zusätzlich stecken im Gehäuse zwei Schwarzweiß-Kameras und eine Farbkamera für Raum- und Handtracking. Hergestellt wird die Referenzbrille von Goertek.

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Über die eigene FastConnect XR Software Suite verspricht Qualcomm eine zu 99-Prozent ruckelfreie Tracking- und Content-Erfahrung und spezielle Funktionen wie einen batterieschonenden Modus. Das Referenzdesign unterstützt zudem Qualcomms eigene AR-Entwicklungsplattform Snapdragon Spaces.

Das Referenzdesign ist ab sofort für ausgewählte Partner verfügbar und soll in den kommenden Monaten breiter ausgerollt werden. Qualcomm arbeitet laut eigenen Angaben mit „einigen OEMs“ (Herstellerfirmen) zusammen, die das neue Referenzdesign verwenden werden, will aber noch keine Namen nennen. Bekannt ist, dass Qualcomm bei AR-Technik mit Niantic und Microsoft kooperiert.